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Busgeschichten des kleinen Julius

Mein Name ist Julius. Ich bin gerade 5 Jahre alt geworden und wohne im Hechtviertel. Mein Kindergarten ist in Pieschen und heißt "Himmelsblau". Das ist praktisch, denn wenn schlechtes Wetter ist, dann fahre ich mit dem Bus und meinem Papa und Fiona zum Kindergarten. Fiona ist meine kleine Schwester. Sie fährt auch gern mit dem Bus. Dann sitzen wir ganz hinten und schauen durch die Scheibe. Manchmal fahren hinter dem Bus Autos, das ist lustig! Manchmal ist der 91-iger aber ganz schön voll. Vor allem am Morgen, wenn die ganzen Schüler mitfahren, muss Papa manchmal stehen, weil kein Platz mehr ist. Wir sitzen immer. Das ist Papa ganz wichtig. Auch sonst fahre ich viel mit dem Bus. Mit dem 91-iger fahre ich am Liebsten, das ist meine Lieblingsstrecke. Da kenne ich alle Haltestellen. Auch alle verschiedenen Bustypen. Vor allem freue ich mich, wenn ein Gelenkbus kommt. Dann sitze ich immer am Gelenk und schaue mir an, wie das funktioniert. Mit unserer Gruppe im Kindergarten fahren wir jeden Dienstag in den Wald. Dann steigen wir am Haltepunkt Pieschen ein und fahren bis zur Angelikastraße. Einmal, als dort die Baustelle neu war, ist der Bus nicht mehr zum Waldschlösschen gefahren. Juliane und Birgit, das sind unsere Erzieherinnen, wussten gar nicht, wo wir denn aussteigen mussten, um zum Waldspielplatz zu kommen. Sie wollten schon einfach zurückfahren. Da haben sie mich gefragt. Die wissen ja, dass ich mich für Busse interessiere. Da habe ich ihnen gesagt, dass wir am besten Angelikastraße aussteigen und ein kleines Stück zurück laufen müssen. Das haben wir dann auch gemacht und so waren wir dann noch alle im Wald und haben am Bach gespielt. Papa und Mama haben mir sogar ein Bett gebaut, das wie ein Bus aussieht. Als sie mich fragten, was für ein Bus es sein soll, habe ich ihnen einen Prospekt von euch gegeben. Da war ein Bus drauf abgebildet, einer mit so einem grünen Hund. Und mein Papa hat das Holz ausgesägt und Mama hat das Holz schwarz und gelb angestrichen. Der Bus hat sogar ein Gelenk, ein Lenkrad und Blinker. Jetzt kann ich immer mit meinen Freunden oder mit meiner kleinen Schwester Bus spielen. Aber mit Fiona ist das ein bisschen schwierig, da sie noch nicht allein die Leiter zum Busbett raufklettern darf. Da müssen Papa oder Mama immer mit dabei sein. Ich habe Papa schon mal gefragt, wie das mit dem Gelenk funktioniert. Aber das wusste er auch nicht. Ich würde gern mal wissen, wie die beiden Bushälften zusammenhalten. Aber das kann auch meine Mama nicht erklären. Papa meint, dazu müssten wir mal zum Busbahnhof, wenn das möglich ist. Am nächsten Wochenende ist da ja ein großes Fest. Da frage ich dann mal einen, der sich auskennt.


Euer Julius

 


Anmerkung der Eltern:

Julius Reiter ist so etwas wie ein Fachmann in Sachen Bus und Bahn. Schon seit er laufen kann, interessiert er sich für die Busse. So waren wir nachmittags viel "Busfahren", einfach so, weil er so viel Spaß daran hatte. Das Interesse ist geblieben. In der Zwischenzeit vergleicht er auch mit

anderen Städten, was diese so in Sachen Bus anbieten.


Lutz-Wolfram Reiter