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Mit dem Bus in den „Hafen der Ehe“
Omnibusse des Typs H6B/S gehörten um das Jahr 1960 herum zum Straßenbild. Sowohl im Linienverkehr als auch im Überlandverkehr in ländlichen Gegenden beförderten sie für ein ganz geringes Entgelt die Menschen zur Arbeit, zur Schule, zu Behördengängen, zum Einkaufen und manchmal auch zu Ausflügen.
Als wir im Jahre 1960 unsere Hochzeit vorbereiteten, spielte der Bus eine große Rolle. Und nun stellt sich heraus, dass es ein Omnibus vom Typ H6B/S gewesen sein dürfte, der uns in den „Hafen der Ehe“ hineingesteuert hat. Unsere Hochzeit sollte im Geburtsort meiner zukünftigen Frau stattfinden, nämlich in dem Dorf Siggelkow, 8 km südlich von Parchim gelegen. Und weil das Standesamt sich in dem altehrwürdigen backsteingotischen Rathaus der Stadt Parchim befand, sollte die Hochzeitsgesellschaft dort den feierlichen Akt miterleben. Dafür wurde uns vom Verkehrsverbund ein erstklassiger Omnibus Typ H6B/S für die Hin- und Rückfahrt vor die Haustür gestellt und die Hochzeitsgesellschaft war begeistert. Mit einem solchen Bus zur Hochzeit zu fahren – das gab es bis dahin noch nicht in Siggelkow! Glücklicherweise ist der Bus auf dem Hochzeitsfoto mit abgebildet.
Seit 40 Jahren sind wir nun Wahl - Dresdner, aber dieses Erlebnis bleibt uns und auch unseren Hochzeitsgästen von 1960 unvergessen, so dass jetzt – 49 Jahre danach – der Wunsch entstand, im nächsten Jahr zur Goldenen Hochzeit hier in Dresden mit einem solchen Bus zur Feier zu kommen. Selbstverständlich sollen die noch vorhandenen Hochzeitsgäste von 1960 mit in diesem Bus sitzen.
Eberhard Brückner





