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Schlüpfrige Busfahrt als letzte Rettung

Im Sommer 1998 kam ich von der Arbeit in der Kinderklinik Med.Akademie nach Hause. Schloß mein Fahrrad im Keller ein. In der Wohnung zog ich Schuhe und Rock aus, nahm die Gießkanne, um die Blumen in dem Hausflur zu gießen. Die Korridortür schloß sich und ich stand ohne Schlüssel vor den Blumen. Was tun? Hausbewohner bitten? Ich war zu erschrocken. Mein Motto lautet auch immer: Help yourself (hilf dir selbst). Also, in dieser etwas unüblichen Kleidung trat ich aus dem Haus. In diesem Augenblick hielt der Bus 75 am Bönischplatz fast vor meiner Haustür. Hastig stieg ich ein, ohne zu überlegen. Bezahlen konnte ich nicht, barfuß und ohne Rock. An der letzten Haltestelle an der Med.Akad. wollte ich als letzter Fahrgast aussteigen. Die Tür öffnete sich nicht. Ich war noch nie mit einem Bus gefahren und kannte keine Schließvorrichtung. Der Busfahrer kam lächelnd zu mir und fragte: "Na Frolleinchen, zu Hause rausgeflogen?“ Sesam öffne dich, ich stürzte aus dem Bus, konnte in der Kinderklinik meinen Ersatzschlüssel holen und die Kleiderordnung wieder etwas herstellen. Mein Alter war damals 58 Jahre!!
Vielen Dank lieber Busfahrer

Brigitte Gottschalk