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Hintergrundinformationen zum neuen Busnetz

Gute Gründe für die Neuplanung

Das Dresdner Busnetz ist im Laufe der Jahrzehnte entstanden. In einer so lebendigen Stadt hat sich in den letzten Jahren jedoch viel verändert – von neuen Wohn- und Industriegebieten bis hin zu längeren Ladenöffnungszeiten.
Im Busnetz gab es deswegen von Jahr zu Jahr zahlreiche Änderungen im Detail und viele individuelle Lösungen. Die Folge: ein schwer durchschaubares Liniennetz. Das ändern wir nun. Und das geht am besten, wenn wir einmal das gesamte Netz verändern. Nur so können wir das Angebot verbessern und an die Entwicklungen anpassen.

Bei den Planungen ging es darum, das Busnetz so umzugestalten, dass möglichst viele Fahrgäste bessere Anschlüsse haben und sich leichter zurechtfinden. Das Netz wird an den meisten Stellen dichter. Nur dort, wo die Nachfrage sehr gering ist oder parallel eine Straßenbahn oder andere Buslinie die gleiche Strecke bedient, haben wir unser Angebot entsprechend verringert. Insgesamt bieten wir mit 21 neuen Haltestellen, 30 Kilometern neu erschlossenem Netz und 300.000 zusätzlich gefahrenen Kilometern pro Jahr mehr Leistung.

Im Detail werden mit dem neuen Busnetz Verbesserungen in folgenden Schwerpunkten erreicht:

  • Verringerung von Erschließungsdefiziten:  In einigen Stadtgebieten müssen Einwohner teilweise mehr als 300 Meter zur nächsten Haltestelle zurücklegen. Das betrifft insbesondere Striesen (Hepkestraße, Augsburger Straße und Tittmannstraße).
  • Verbesserung der tangentialen Verbindung zwischen nordwestlichen und nördlichen Stadtgebieten:  Die derzeit relativ unattraktive ÖPNV-Verbindung zwischen Pieschen/Trachenberge und Hellerau/Klotzsche wird sich mit der neuen Buslinie 70 wesentlich verbessern. Sie verkehrt von Gompitz über Altcotta, Elbepark, Trachau, Trachenberge und Hellerau nach Klotzsche und schafft eine attraktive Direktverbindung.
  • Optimalere Anbindung von Arbeitsplatz- und Ausbildungsstandorten:  Die Arbeitsplatz- und Ausbildungsschwerpunkte im Dresdner Norden und an der Nöthnitzer Straße werden mit dem Busnetz 2010 besser an das ÖPNV-Netz angeschlossen.
  • Verbesserung der Anbindung des Schienenverkehrs:  Die Straßenbahn ist umso effektiver, je mehr Fahrgäste Zugang haben. Busse übernehmen die Zubringerfunktion in Stadtgebieten ohne direkten Straßenbahnanschluss. Zum Beispiel wird die Straßenbahnlinie 8 in Hellerau künftig besser an das Busnetz angeschlossen.
  • Integration des Regionalbusverkehrs:  Gemeinsam mit dem RVD und der VGM hat die DVB AG Linienwege und Takte im Stadtgebiet zum Nutzen der Fahrgäste harmonisiert. Dieser Weg wird mit dem Busnetz 2010 weiter beschritten.

Ein wirtschaftliches Busnetz für viele Jahre

Wie jedes Unternehmen sind wir dabei verpflichtet, wirtschaftlich zu denken und zu handeln. Bei den Planungen ging es darum, das Busnetz effizienter zu gestalten. Wenn Busse nicht ausgelastet sind, kostet das unnötig Geld – Geld, das Sie mit Ihren Fahrscheinen bezahlen. Wir haben deshalb alle Linien kritisch unter die Lupe genommen: Wo ist das Angebot schwach, obwohl viele Fahrgäste unterwegs sind? Wo sind neue Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Arbeitsplätze oder Wohngebiete entstanden, die noch nicht oder zu schlecht angebunden sind? Und wo doppeln sich Linien oder fahren parallel zur Straßenbahn? Das Konzept, das wir daraus entwickelt haben, ist die Basis für ein stabiles Liniennetz, das über viele Jahre Bestand haben wird.
Im neuen Busnetz werden über 300.000 Kilometer pro Jahr zusätzlich gefahren. Das können wir finanzieren, weil voraussichtlich 1,7 Millionen mehr Fahrgäste die attraktiveren Buslinien nutzen werden.


Weiterführende Informationen

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