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Jahresbilanz 2018

07.01.2019 | Unternehmen

Im vergangenen Jahr beförderten wir über 163 Millionen Fahrgäste. Das sind etwa zwei Millionen mehr als im Vorjahr. In den letzten vier Jahren sind die Fahrgastzahlen prozentual am höchsten seit der Wende angestiegen. Prognosen zufolge wird dieser Zuwachs anhalten und die Nachfrage in den nächsten Jahren auf etwa 170 Millionen Fahrgäste pro Jahr steigen.

Im Durchschnitt steigt heute jeder Einwohner rund 259 Mal pro Jahr in eine Straßenbahn oder ei-nen Bus, an Werktagen nutzen weit über eine halbe Million Menschen das DVB-Angebot. Auf den Straßenbahnlinien 7, 11 und 3 wurden mit 51.500, 43.400 beziehungsweise 38.500 die meisten Fahrgäste pro Werktag gezählt. Beim Busverkehr sind die Linien 61, 62 und 66 mit 31.900, 24.300 beziehungsweise 19.100 Fahrgästen pro Werktag am nachfragestärksten.

Sieger im ÖPNV-Kundenbarometer

Im ÖPNV-Kundenbarometer 2018 haben wir uns in der Wahrnehmung unserer Kunden erneut verbessert. Im bundesweiten Vergleich der 34 teilnehmenden Verkehrsunternehmen erreichten wir nach 2014, 2015 und 2017 in der Bewertung durch unsere Kunden erneut den ersten Platz.

Rund 40 Millionen Euro investiert

2018 haben wir rund 40 Millionen Euro in die Betriebsanlagen der Straßenbahn und Betriebshöfe investiert. Knapp die Hälfte davon steuerten Bund und Land als Fördermittel bei. Die meisten Mittel flossen in die Infrastruktur der Straßenbahn mit dem Neubau der Oskarstraße, dem Ausbau der Löbtauer Straße/Tharandter Straße und der Lübecker Straße sowie dem Neubau der Gleisschleife Schlömilchstraße. Außerdem bereiteten wir Straßenbahn-Abstellanlage auf dem Betriebshof Trachenberge für den Einsatz der nächsten Straßenbahngeneration mit breiteren Wagenkästen vor und versah sie mit einer Überdachung. Der Ausbau wird in diesem Jahr fortgesetzt.

Fuhrpark

Die Straßenbahnflotte besteht nach wie vor aus 185 Fahrzeugen: 166 Niederflurstadtbahnwagen und 18 Tatra-Triebwagen. Mit 1,77 Millionen Kilometern hat der Wagen 2512 des Typs NGT 6 DD die bisher höchste Laufleistung aller Niederflurstraßenbahnen der DVB erbracht. Die durchschnittliche Laufleistung pro Fahrzeug und Jahr liegt bei etwa 85.000 Kilometern. Unsere Busflotte bestand zum Jahresende 2018 aus 141 Fahrzeugen, darunter 17 Hybridbusse und ein reiner Elektrobus.

Infrastruktur

Gleisbaustellen Nach Vorlage des Planergänzungsbeschlusses konnten die seit April 2017 ruhenden Bauarbeiten auf der Oskarstraße und Tiergartenstraße im Juli 2018 wiederaufgenommen werden. Mit dem Ausbau der Löbtauer Straße/Tharandter Straße begannen im Juni 2018 die Vorbereitungen für den Neubau der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße ab 14. Januar 2019. Beide Bauvorhaben sind Teil des Programms „Stadtbahn Dresden 2020“. Von Juni bis Dezember 2018 haben die DVB alle Verkehrsanlagen auf der Lübecker Straße zwischen Rennersdorfer Straße und Werkstättenstraße erneuert. Dabei wurde die Haltestelle „Birkenhainer Straße“ barrierefrei ausgebaut. Die Baumaßnahme Wehlener Straße fand am 13. August 2018 mit der Inbetriebnahme der neuen Gleisschleife Schlömilchstraße ihren Abschluss.

Elektronische Abfahrtstafeln 172 Haltestellenstelen haben wir mit elektronischen Abfahrtstafeln ausgerüstet. Die batteriebetriebenen, zweizeiligen LCD-Anzeiger wurden vor allem an gut genutzten Haltestellen außerhalb der Innenstadt installiert. Sie werden per Funk mit Daten versorgt und zeigen die Abfahrtszeiten in Echtzeit an. In diesem Jahr folgen 30 weitere elektronische Abfahrtstafeln.

Freies WLAN an fünf Drehkreuzen An den Servicepunkten Albertplatz, Pirnaischer Platz, Prager Straße und Hauptbahnhof sowie an der Zentralhaltestelle Bahnhof Mitte haben wir WLAN-Hotspots installiert. Sie erlauben einen freien Internetzugriff für alle Kunden.

Was sonst noch geschah

  • Erster MOBIpunkt am Pirnaischen Platz eröffnet Am 21. September 2018 haben wir gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden und weiteren Partnern den ersten Dresdner Mobilitätspunkt eröffnet. Er bündelt die stadt- und umweltverträglichen Mobilitätsangebote Straßenbahn, Bus, Leihrad und -auto sowie Ladesäulen für E-Autos an einem Ort und ermöglicht so ein schnelles Umsteigen zwischen verschiedenen umweltverträglichen Verkehrsmitteln. Der sogenannte MOBIpunkt befindet sich am Pirnaischer Platz und ist der erste von sechs Pilotstandorten.
  • Mehr Nachtverkehr am Wochenende Zum Fahrplanwechsel am 9. April 2018 haben wir das Nachtangebot an die Bedürfnisse ihrer Kunden angepasst. In den Nächten zu Samstag, Sonntag und Feiertagen fahren die wichtigsten Linien nun alle 30 Minuten, in den übrigen Nächsten alle 60 Minuten. Zählungen haben ergeben, dass in den Wochenendnächten fast drei Mal mehr Fahrgäste mit Bahn und Bus unterwegs sind als wochentags.
  • Bessere Busverbindung zum Schloss Pillnitz Seit 9. Dezember 2018 bedient die Buslinie 63 den neuen Endpunkt am Schloss Pillnitz. Die Fahrten nach Graupa und Bonnewitz übernimmt die neue Linie 83. Der gesamte Stadtteil Pillnitz mit dem Schloss, der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie des Landesamtes für  Geologie, Umwelt und Landwirtschaft werden seitdem mit einem 10-Minuten-Takt erschlossen. Außerdem wurde die Buslinie 88 vom Kaufpark Nickern bis nach Altnickern und Kauscha verlängert.
  • Testbetrieb der neuen Buslinie 73 Am 3. Januar 2018 begann der Testbetrieb für eine neue Buslinie 73 vom S-Bahnhof Pieschen zum Wilden Mann. Auf Wunsch vieler Kunden wurde die Linie ab 8. Oktober 2018 bis zum Ärztehaus Mickten verlängert. Die Nachfrage beläuft sich auf etwa 220 Fahrgäste pro Werktag und 70 bis 80 Fahrgäste pro Tag am Wochenende. Der zunächst für ein halbes Jahr geplante Test wurde bis Mitte 2020 verlängert.
  • Optimierte der Ampelsteuerungen auf der Bodenbacher Straße Im vergangenen Jahr hat die Bodenbacher Straße neue, dynamische Ampelsteuerungen erhalten. Die von Wissenschaftlern der TU, Fachleuten der Stadtverwaltung und Ingenieuren der DVB entwickelten Anlagen nutzen Echtzeit-Verkehrsdaten aus der städtischen Straßenverkehrs-Steuerung VAMOS und dem Leitsystem für Busse und Straßenbahnen. Die Erneuerung der Ampelsteuerungen wird bis 2021 auf der Grunaer Straße und Stübelallee sowie auf dem Stadtring fortgesetzt.
  • Alle neuen Ticketautomaten aufgestellt Im Oktober 2018 war die Aufstellung der 145 neuen Ticketautomaten an den Haltestellen abgeschlossen. Die Umrüstung hatte 2017 mit dem Test an acht Pilotstandorten begonnen. Die neuen Geräte sind leicht zu bedienen und bieten ein größeres Ticketsortiment, Kartenzahlung, kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Handy sowie eine wahlweise Menüführung in Deutsch, Englisch, Tschechisch oder Polnisch.

Ausblick 2019

Gleisbaustellen
Die Inbetriebnahme der neuen Straßenbahntrasse über die Oskarstraße und Tiergartenstraße ist für Sommer 2019 geplant. Am Haltepunkt Strehlen geht dann ein neuer Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn in Betrieb. Außerdem ist in diesem Jahr der Neubau der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße, der Ausbau der Gleisanlagen auf der Bautzner Straße zwischen Glacisstraße und Hoyerswerdaer Straße, der barrierefreie Ausbau der Haltestelle „Krankenhaus St.-Joseph-Stift“ inklusive der Gleis- und Fahrleitungsanlage Canalettostraße sowie der Ausbau der Meißner Straße in Radebeul-Mitte einschließlich der Erneuerung der Bahnstromversorgungsanlagen
bis zum Endpunkt in Weinböhla geplant.

Beschaffung neuer Straßenbahnen
Die Beschaffung von Neufahrzeugen mit breiterem Wagenkasten ist im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens weiter vorangekommen. Der Auftrag soll Mitte 2019 vergeben werden. Die Inbetriebnahme der ersten Neufahrzeuge ist für 2021 geplant.

Vier weitere Mobilitätspunkte geplant
In diesem Jahr wollen die DVB gemeinsam mit ihren Partnern weitere MOBIpunkte am Straßburger Platz, am Wasaplatz, in Altpieschen und am Fetscherplatz errichten. Die dazugehörige MOBIapp wird in Kooperation mit Moovel umgesetzt. Sie soll den digitalen Zugang zu allen umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten – Straßenbahn, Bus, Leihrad und –auto, Ladesäulen für EAutos - nutzerfreundlich bündeln. Alle MOBIpunkte erhalten frei zugängliches WLAN.

Verknüpfung der Buslinien 75 und 94
Mitte 2019 werden die Buslinien 75 und 94 miteinander verknüpft. Die neue Linie 75 soll von Niederwartha/Cossebaude bis nach Goppeln führen. Damit sind neue Direktverbindungen möglich, zum Beispiel zum Krankenhaus Friedrichstadt und zum Zoo. Laut Prognosen soll die neue „75“ 1.700 zusätzliche Fahrgäste pro Tag gewinnen.


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