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Ein Grund zum Feiern: 95 Jahre Bus

Logo 95 Jahre BusVor 95 Jahren, genau am 1. April 1914, fuhr der erste motorisierte Linienbus auf der 4,8 Kilometer langen Strecke von der Nürnberger Straße zum Neustädter Bahnhof.  Damals ein echter Fortschritt, allerdings nicht zu vergleichen mit dem Komfort heutiger Busse: Die Fahrgäste kletterten im hinteren Busteil auf die offene Plattform, bevor der Wagen mit höchstens 40 Stundenkilometern und kaum gedämpften Hartgummireifen über das Dresdner Pflaster ruckelte.


Von Obus bis Ikarus

Viel ist in diesen 95 Jahren geschehen, in denen gut 40 verschiedene Modelle im Einsatz waren. Mit einem großen Fest und einer Mitmach-Aktion für alle Dresdner wollen wir das Jubiläum begehen. Und dabei natürlich auch auf die spannende Geschichte des Dresdner Busverkehrs zurückzublicken.

Unvergessen bis heute sind zum Beispiel die Obusse, die von 1947 bis 1975 unterwegs waren. Seit 1957 fuhren sie mit einem Beiwagen, der hinten angehängt wurde und ohne Schaffner fuhr – vielleicht war deshalb dort der Lieblingsplatz vieler Kinder. 1954 trat in Dresden die erste Obusfahrerin der DDR ihren Dienst an, zu einer Zeit, als das Busfahren noch körperliche Schwerarbeit war. Im gleichen Jahr kam der erste Ikarus-Bus nach Dresden. Als der Ikarus im März 2001 den Dienst quittierte, trat er seine letzte Fahrt mit Trauerschleife an – so schwer fiel der Abschied von einem Busmodell, das über Jahre das Stadtbild prägte.


Großer Auftritt nach 70 Dienstjahren

Büssing-NAG 00 NLiebevoll in Stand gesetzt sind einige historische Modelle bis heute im Dienst. Der Büssing NAG 900 von 1938 zum Beispiel hatte erst vor kurzem wieder einen großen Auftritt beim Film. Am Set von „Die Luftbrücke“ und von „Dresden“ sorgte der Oldtimer für ein zeitgemäßes Ambiente. Im normalen Leben hat er über 70 Dienstjahre auf dem Buckel, und auch heute noch ist er gelegentlich in Dresden unterwegs, schließlich kann man ihn mit Fahrer und Schaffner mieten. Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den modernsten Bussen überhaupt. Mit 135 PS und Luftdrucktüren transportierten insgesamt neun Busse die Dresdner durch die Stadt. Nach Kriegsende waren nur noch vier Wagen einsatzbereit, sie bildeten die Grundlage für den wiedererrichteten Omnibusbetrieb. Das letzte Modell wurde bis 1966 als Fahrschulwagen genutzt.


Mit Schwung in die Zukunft

Heute sind in Dresden über 140 Niederflurbusse teils mit umweltfreundlichem Hybridantrieb im Einsatz. Sie haben rund zehnmal mehr PS (300 statt 30) als das allererste Modell.
Unsere 320 Busfahrer und Busfahrerinnen begrüßen täglich mehr als 135.000 Fahrgäste in ihren Fahrzeugen und bringen sie sicher an ihr Ziel.


Busse in Zahlen
Fahrer/innen320
Buslinien28
Streckennetzfast 300 km
Fahrgäste täglich135.000
Fahrgäste jährlich50 Millionen
Anzahl Busse143 eigene
Service
  • Niederflurfahrzeuge
  • Absenkvorrichtung
  • mobile Rollstuhlrampen in allen Fahrzeugen
  • Taxivermittlung ab 22:00 Uhr
  • Vermittlung Anruflinientaxi
  • Halten auf Zuruf nach 21:00 Uhr
  • Fahrradmitnahme
  • Fahrkartenverkauf beim Fahrer
  • Blindeninformationssystem
Durchschnittsalter der Busflotte
Neuester BusMercedes Citaro Gelenkbus,
Zulassung Dezember 2008

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