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Straßenbahnverbindung zur Messe Dresden

Die neue Linie 10Die als Messebahn bezeichnete Straßenbahn-Neubaustrecke von der Friedrichstadt ins Ostragehege wurde nach einer Rekordbauzeit von lediglich 9 Monaten am 29. Mai 2011 eröffnet. Tausende Dresdner folgten an diesem Tag unserer Einladung zur großen Eröffnungsparty rund um die Messe Dresden.

Nach einer letzten Testfahrt wurde feierlich das Eröffnungsband gemeinsam durch der Jan Mücke (Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung (BMVBS)), Dr. Dieter Glück (Ministerialrat im BMVBS), Dirk Hilbert (Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden) und Bernd Sablotny (Abteilungsleiter Verkehr im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) sowie den beiden Vorständen der DVB AG, Reiner Zieschank und Hans-Jürgen Credé durchschnitten. Damit war der Startschuss für die Betriebsaufnahme der verlängerten Linie 10 – der sogenannten Messelinie – gesetzt.

Im Anschluss konnte bei einem internationalen Showprogramm dieses Ereignis ausgiebig gefeiert werden. Viele Dresdner und Gäste ließen sich u.a. von der Luxor Dance Company, der Salsaband Leyenda Latina, Meg Pfeiffer begeistern. Historische Sonderfahrten, Gewinnspiel, AboBAR, Kinderanimation, Souvenirverkauf und kulinarische Spezialitäten rundeten die Eröffnungsfeier ab. Fotogalerie: Eröffnungsfeier der Messelinie 10 am 29.05.2011


Was bringt die neue Messebahn

Die bessere Anbindung wird das Ostrageheges und damit die Messe Dresden deutlich aufwerten und so zusätzliche Aussteller und Gäste angelocken. Auch die Gewerbeansiedlungen und das Sportschulzentrum werden von der neuen Straßenbahnverbindung profitieren.

Für Sie als Nutzer des Nahverkehrs in Dresden ergeben sich durch die Streckenverlängerung zahlreiche Vorteile:

  • direkte Anbindung zur Innenstadt und zum Hauptbahnhof
  • tagsüber 10-Minuten-Takt
  • bei Großveranstaltungen kürzere Taktung durch Verstärkerleistungen
  • verlängerte Einsatzzeiten
  • bessere Erreichbarkeit von Großveranstaltungen im Ostragehege
  • höhere Fahrgastkapazitäten als bei den bisher genutzten Bussen
  • optimaler Zugang zum Sportschulzentrum und Freizeiteinrichtungen
  • bequeme und stressfreie Anreise ohne Parkplatzsuche und Staus
  • der Straßenbahnanschluss fördert die Ansiedlung weiterer kultureller Einrichtungen und damit die Nutzung und Erhaltung der vorhandenen denkmalgeschützten Bausubstanz im Ostragehege
Die neue Messebahn bringt natürlich auch Änderungen mit sich. So wächst mit der Verlängerung der Linie 10 das Streckennetz um vier Haltestellen. Die ehemalige Endhaltestelle "Friedrichstadt" wird in "Vorwerkstraße" umbenannt.
Von der Haltestelle "Krankenhaus Friedrichstadt" wird zudem ein neuer Fußweg zur Magdeburger Straße gebaut, damit sowohl die Eissporthalle als auch die DSC-Halle künftig per Straßenbahn erreichbar werden.
Die Buslinie 75 endet von Goppeln/Leubnitz kommend mit allen Fahrten am Pirnaischen Platz.

 

Die neuen Haltestellen im Überblick:
Alberthafen Die Haltestelle befindet sich auf der Schlachthofstraße an der Ecke zur Magdeburger Straße. Von dieser Haltestelle aus ist der westliche Zugang zum Sportpark Ostra möglich.
Messering (HALLE 1) Auf der Schlachthofstraße, an der Ecke zum Messering gelegen, bietet diese Haltestelle direkten Zugang zur Messehalle 1 und zum Tagungszentrum BÖRSE DRESDEN. Zudem ist von hier aus die Anbindung an das Sportschulzentrum und die Sportstätten an der Pieschener Allee gegeben.
MESSE DRESDEN Durch die direkte Lage vor dem Hauptfoyer der Messe bietet sich ein schneller Zugang zu den Messehallen.
Messe, Gleisschleife Diese ist die neue Endhaltestelle der Linie 10 und befindet sich am ehemaligen Brunnenhaus. Von hier führt ein Fußweg zum Flächennaturdenkmal Pieschener Allee und zu den Elbauen.
Neubaustrecke Messe Dresden

 


 

Vorgeschichte

Im Dezember 2008 beauftragte der Stadtrat die Oberbürgermeisterin mit der Untersuchung einer Straßenbahnverbindung zur Messe Dresden. Daraufhin starteten ab Januar 2009 erste Vorplanungen für mögliche Trassenverläufe. Nach Abschluss der Planungsphase im August 2010 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach dem Brückenrichtfest am 4. April diesen Jahres soll nun am 20. April die Freigabe der Brücke für den Gleisbau erfolgen.
Läuft alles weithin nach Plan, kann die neue Straßenbahnverbindung im Juni 2011 eröffnet werden.

Die Dresdner Messe braucht einen Straßenbahnanschluss

Bus vor Messe DresdenEin florierendes Messegelände mit Großveranstaltungen braucht einen leistungsfähigen Nahverkehrsanschluss. Das gilt in besonderem Maße für die Dresdner Messe im Ostragehege. An Tagen mit großem Besucherandrang sind die beiden Zufahrtsstraßen Pieschener Allee und Schlachthofbrücke absolut verstopft. Auch der Bus steht mit im Stau.
Nun soll die Messe eine vom Autoverkehr unabhängige Straßenbahntrasse erhalten. Besucher könnten dann direkt vorm Haupteingang aus- und einsteigen. Die Bahnfahrt aus und zum Stadtzentrum würde nur wenige Minuten dauern. Eine bessere Logistik würde das Umfeld der Veranstaltungen angenehmer gestalten und zusätzliche Aussteller und Gäste anlocken. Auch die Gewerbeansiedlungen und das neue Sportgymnasium im Ostragehege könnten von der neuen Straßenbahnverbindung profitieren.

Von der Friedrichstadt ins Ostragehege

Für die Erschließung des Ostrageheges bietet sich die Trassenführung von Friedrichstadt aus an. An der Vorwerkstraße war bereits die Gleisanbindung vorbereitet. Von hier geht es parallel zur Schlachthofbrücke zum Messering und dann, nach kurzem Linksschwenk, am Haupteingang vorbei in eine Gleisschleife. Über der Flutrinne entsteht westlich der Autobrücke eine zweite Überquerung für die Straßenbahn. Sie sorgt dafür, dass die Straßenbahn unabhängig vom Autoverkehr vorankommt.

Die geplante Straßenbahntrasse ist rund 1,6 Kilometer lang und kostet nach Schätzungen inklusive des Brückenbaus knapp 16,5 Millionen Euro.
Plan der Neubaustrecke Friedrichstadt - Messe Dresden


Raum für Visionen

Die geplante Streckenführung bietet viel Raum für Visionen. So könnte später mit wenig Aufwand am Alberthafen ein weiteres Gleis zur innerstädtischen Güterbeförderung ähnlich der VW-Bahn entstehen. Auf den neuen Gleisen ist ein Testbetrieb für das zukunftsweisende oberleitungsfreie System des Bautzner Straßenbahnherstellers Bombardier denkbar. Das wäre allerdings nur im Parallelbetrieb mit dem bestehenden Fahrleitungsnetz möglich. Eine weitere Option besteht darin, die Straßenbahntrasse über eine zusätzliche Elbbrücke in Richtung Mickten und Kaditz weiterzuführen.