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Verkehrserziehungsprojekt sorgt bei Schulanfängern für Begeisterung

07.05.2011

Dass Verkehrserziehung alles andere als langweilig sein muss, erleben Erstklässler seit sechs Jahren bei den Veranstaltungen "Achtung - Kinder unterwegs!". Praktische Vorführungen in Bus und Straßenbahn sorgen für große Augen bei den Schulanfängern.

Dass Verkehrserziehung alles andere als langweilig sein muss, erleben Erstklässler seit sechs Jahren bei den Veranstaltungen "Achtung - Kinder unterwegs!". Praktische Vorführungen sowie Experimente mit Wasserkanister und Stoffhund "Mr. Murphy" in Bus und Straßenbahn sorgen für große Augen bei den Schulanfängern. Damit sollen sie auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr sowie bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel vorbereitet werden. Jährlich bis zu 80 Schulklassen nehmen kostenlos an diesem gemeinsamen Präventionsprojekt der Landespolizei und der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) teil. "Das richtige Verhalten im Straßenverkehr kann man nie früh genug lernen. Kinder sind besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer und müssen immer häufiger den Weg zur Schule mit Bus und Bahn zurücklegen. Mit der Unterstützung des Projektes wollen wir Ihnen mehr Sicherheit geben und bestehende Ängste abbauen", meint Hans-Jürgen Credé, DVB-Vorstand für Betrieb und Personal.    

Stoffhund "Mr. Murphy" macht alles falsch

Nach einer kindgerechten Theoriestunde durch Polizeioberkommissar Detlef Kaminsky werden die 25 bis 30 Schüler anderentags jeweils gegen 9:30 Uhr mit einem großen DVB-Linienbus an der Schule abgeholt. An Bord sind zwei Fahrlehrer und natürlich die Polizei. Schon unterwegs erfahren die Kinder, dass man sich immer festhalten muss, wo man sich am besten hinsetzt, wie die "Knöpfe zum Aussteigen" bedient werden, dass man beim Busfahrer Hilfe bekommt und die Füße nicht auf den Sitz gehören. Ganz nebenbei dürfen die Kleinen ihre eigens gestalteten Kinderfahrscheine stempeln und bekommen sogar den Aufdruck erklärt. Zuerst geht die Fahrt zu einer Haltestelle am Bahnhof Neustadt, wo die Kinder das richtige Ein- und Aussteigen üben. Auch das korrekte Warten will gelernt sein. Was passiert eigentlich, wenn meine Schultasche mal in der Tür klemmt? Das bekommen die Mädchen und Jungs gleich praktisch vorgeführt und auch, was dann zu tun ist. Anschließend geht es weiter zum Straßenbahnhof Trachenberge. Dort sehen die Kinder, wie weit ein Bus bei der Haltestelleneinfahrt ausschwenkt und dass es besser ist, nicht direkt an der Bordkante zu stehen. Was mit Füßen passiert, die unter ein Omnibusrad kommen, zeigt das eindrucksvolle Experiment mit dem Wasserkanister. Danach sorgt Stoffhund "Mr. Murphy" für Erstaunen und große Augen bei den Schulanfängern. Der macht so ziemlich alles falsch, was falsch zu machen geht. Zum Beispiel hält er sich im Bus nicht fest und landet nach der gespielten Notbremsung gleich mal beim Fahrer vorn. Nicht auszudenken, wenn das einer der Schüler wäre! Aus Sicherheitsgründen schauen die Erstklässler dabei von draußen zu. Jede Übung wird durch Oberkommissar Kaminsky und die DVB-Fahrlehrer ausführlich erläutert. Die Kinder sind natürlich neugierig und stellen viele Fragen. Zum Beispiel, warum manche Türen an Bus und Bahn automatisch schließen oder was ein toter Winkel ist. Bevor es gegen 12 Uhr wieder zurück zur Schule geht, dürfen die Kinder noch eine Runde mit der Straßenbahn drehen und einen Blick ins Cockpit wagen. Zum Schluss überreicht Oberkommissar Kaminsky der ganzen Klasse feierlich eine Teilnahmeurkunde.

Koordinierung durch Polizeidienststellen

Ursprünglich 2005 auf eine Initiative der Weißiger Grundschule begonnen, hat sich das Verkehrserziehungsprojekt heute zu einem festen Angebot für alle Grundschulen in Dresden und Umgebung entwickelt. Die Anfragen werden durch die Präventionssachbearbeiter der Polizeireviere koordiniert und mit dem sechsköpfigen Team der DVB-Fahrschule abgestimmt.  So können jeweils zwischen April und Oktober - mit einer Unterbrechung in den Sommerferien - fast 2.000 Schüler aus 80 ersten Klassen am Verkehrserziehungsprojekt teilnehmen. Die Veranstaltungen sind kostenlos und ein Bestandteil der gesamten Präventionsmaßnahmen der Landespolizei, die eigens für Kinder angeboten werden. Das Projekt "Achtung - Kinder unterwegs!" erhielt 2006 den Präventionspreis des sächsischen Innenministeriums.

Übungen zeigen Wirkung

Meist wertet die Lehrerin oder der Lehrer die Übungen in der Schule noch einmal aus. Immer wieder erreichen die DVB-Fahrlehrer selbstgemalte Bilder der Kinder, die unter dem Eindruck des Erlebten entstanden. Ganz erstaunlich ist, dass sie sich an viele kleine Details erinnern. So finden sich auf den Bildern sogar die Erklärung des Stempelaufdrucks, das Verbot, mit Skatern nicht in die Bahn einzusteigen, und - obwohl für Schulanfänger kaum zutreffend - die Information, dass nach 20 Uhr beim Busfahrer vorn einzusteigen ist. Ein Indiz für die hohe Aufmerksamkeit der teilnehmenden Kinder.
Die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Dresdner Polizei weist eine rückläufige Tendenz von Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Kindern auf. Im vergangenen Jahr wurden weniger Kinder verletzt als noch in den beiden Jahren zuvor. Kein Kind erlitt tödliche Verletzungen. Sicher hat auch das Projekt "Achtung - Kinder unterwegs!" einen Teil dazu beigetragen.           


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