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Mit Bahn und Bus sicher unterwegs

Bahn am Wilden Mann

Das Verhalten mancher Menschen im öffentlichen Raum hat sich verändert. Das spüren wir alle. Situationen können sich schneller zuspitzen, als uns lieb ist – auch in Bahn und Bus. Die meisten Fahrten verlaufen ruhig und zuverlässig, doch wir wissen, dass sich nicht jede Fahrt gleich anfühlt. Wir können nicht ausschließen, dass Sie in Situationen geraten, in denen Sie sich unwohl fühlen oder Hilfe benötigen.

Umso wichtiger ist es zu wissen: Sie sind nicht allein und erhalten im Ernstfall Unterstützung! Ihre Sicherheit und die unserer Mitarbeitenden haben für uns höchste Priorität.

Unterwegs mit Verantwortung – damit Sie gut ankommen

Personen in der Bahn

Moderne Sicherheitssysteme, Kameratechnik und eine verlässliche Kommunikation zwischen Fahrpersonal und Leitstelle sorgen dafür, dass wir jederzeit eingreifen können, wenn etwas passiert.

Hier erfahren Sie, was wir täglich für Ihre Sicherheit in Bahn und Bus tun und wie Sie selbst dazu beitragen können. Denn in schwierigen Situationen kommt es oft auf Aufmerksamkeit und richtiges Verhalten an.

Gute Organisation in der Leitstelle

Die DVB-Leitstelle. Ein Disponent telefoniert.

Unsere rund um die Uhr besetzte Leitstelle überwacht und steuert den gesamten Bahn- und Busverkehr. Sie koordiniert den Betrieb, reagiert bei Störungen und arbeitet eng mit Polizei, Feuerwehr und unserem Sicherheitsdienst zusammen.

Gemeinsam mit den Disponenten sorgt sie auch bei Unfällen oder Großveranstaltungen für geordnete Abläufe. Zudem liegt ein besonderer Fokus auf unserem Fahrpersonal: In regelmäßigen Schulungen werden nicht nur technische Themen vermittelt, sondern auch der Umgang mit schwierigen Situationen. Zusätzlich wird ihre Gesundheit und damit die Fahrtüchtigkeit regelmäßig überprüft.

Technik und Wartung

Ein DVB-Mechaniker repariert einen Bus.

Moderne Bahnen und Busse bestehen aus vielen komplexen Systemen. Unser Werkstattteam führt regelmäßige, genau dokumentierte Kontrollen nach klaren Vorgaben durch. Jedes Fahrzeug kommt in festgelegten Intervallen zur Inspektion, bei der geschulte Fachkräfte den technischen Zustand prüfen. Neben der laufenden Instandhaltung unterstützen moderne Sicherheitssysteme das Fahrpersonal dabei, auch in besonderen Situationen die Kontrolle zu behalten.

Videoaufzeichnung

Kamera in der Straßenbahn

Unsere Fahrzeuge sind mit Kameras ausgestattet, die das Geschehen im Fahrzeuginnenraum aufzeichnen und für 24 Stunden speichern. Sollten Sie in einen Vorfall verwickelt sein oder etwas beobachten, informieren Sie bitte umgehend das Fahrpersonal. So kann die Aufzeichnung gesichert und von der Polizei angefordert werden.

Sie können auch die Polizei verständigen. Bitte tun Sie dies ebenfalls umgehend, damit die 24-Stunden-Frist nicht verstreicht. Teilen Sie dabei möglichst die Uhrzeit, die Linie sowie – wenn bekannt – die Fahrzeugnummer mit.

Sprechwunschtaster

Sprechanlage und Notbremse

In unseren Straßenbahnen sind Sprechanlagen neben den Türen vorhanden. Mit einem Druck auf den roten Knopf nehmen Sie direkt Kontakt zum Fahrpersonal auf. Dieses steht im ständigen Austausch mit unserer Leitstelle und kann sofort Unterstützung anfordern.

Notbremse und Türöffner

An den Türen finden Sie zudem Notbremse und Türöffner. Sie ist für außergewöhnliche Gefahrensituationen wie bei Feuer oder medizinischen Notfällen gedacht. Wird die Notbremse betätigt, hält das Fahrzeug kontrolliert an. Mit dem Notöffner lassen sich anschließend die Türen aufdrücken. In Bussen sind zusätzlich Nothämmer an gut sichtbaren Stellen angebracht, um im Ernstfall Scheiben einzuschlagen und den Ausstieg zu ermöglichen.

Bitte bedenken Sie: Das Auslösen der Notbremse ohne Grund ist kein Kavaliersdelikt und kann strafrechtliche Folgen haben.

Sicherheitsdienst POWER

Bild von POWER-Sicherheitsleuten

Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sorgt das Sicherheitsteam der Firma POWER PERSONENOBJEKT-WERKSCHUTZ GMBH für ein sicheres Gefühl. Die Mitarbeitenden sind speziell geschult und eng mit unserer Leitstelle vernetzt. Ihre Präsenz wirkt vorbeugend und im Ernstfall sind sie schnell zur Stelle. Auch wenn nichts passiert, sind die Sicherheitskräfte sichtbar: Sie begleiten zum Beispiel Postplatztreffen oder fahren mit, wenn auffällige Personen unterwegs sind.

Gemeinsam sicherer unterwegs – helfen Sie mit!

Ob am Tag oder in der Nacht, in der Bahn, im Bus oder an der Haltestelle: Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr gelingt nur gemeinsam. Schon kleine Handlungen können den Unterschied machen, ob durch aufmerksames Verhalten, das Nutzen von Hilfsmöglichkeiten oder couragiertes Eingreifen. Gemeinsam sind wir stärker, aufmerksamer und sicherer unterwegs.

Schauen Sie nicht weg!

Anschaubild für Zivilcourage

Zivilcourage beginnt im Kleinen: mit einem freundlichen Wort, einem offenen Blick oder der Bereitschaft, nicht wegzusehen. Hier finden Sie praktische Tipps, wie Sie sich selbst schützen und anderen helfen können.

Wenn Sie selbst belästigt werden:

  • Reagieren Sie höflich, aber bestimmt.
  • Bleiben Sie beim „Sie“ und lassen Sie sich nicht provozieren.
  • Oft helfen schon sicheres Auftreten und klare Worte, um potenzielle Angreifer fernzuhalten.
  • Sprechen Sie dabei laut und deutlich, um so weitere Fahrgäste auf die Situation aufmerksam zu machen.
  • Sprechen Sie klar aus, was Sie wollen: „Hören Sie bitte auf, mich so anzuschauen!“
  • Stellen Sie sich in die Nähe anderer Fahrgäste und sprechen Sie diese gezielt an, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Wenn Sie beobachten, wie jemand anderes belästigt wird:

  • Nehmen Sie Blickkontakt zum Opfer auf.
  • Fragen Sie, ob Hilfe benötigt wird.
  • Bitten Sie andere Fahrgäste um Mithilfe.
  • Greifen Sie aber nicht unüberlegt ein und provozieren Sie den Täter nicht.
  • Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
  • Für alle Gefahrensituationen gilt: Selbst wenn Sie während der Situation nicht aktiv werden konnten, auch als Zeuge können Sie helfen. Merken Sie sich Uhrzeit, Linie und möglichst die Fahrzeugnummer. Melden Sie den Vorfall dem Fahrpersonal oder der Polizei. Ihre Aussage kann entscheidend sein, um Täter im Nachhinein noch zur Verantwortung zu ziehen.

So können Sie sich schützen und helfen

zwei junge Frauen in der Bahn
  • Das Wichtigste zuerst: Bewahren Sie Ruhe. Das hilft, um besonnen zu handeln.
  • Wenn Sie sich unwohl fühlen, suchen Sie die Nähe von Mitfahrenden oder setzen Sie sich in die Nähe des Fahrpersonals.
  • Haben Sie beim Ausstieg das Gefühl, beobachtet bzw. verfolgt zu werden, steigen Sie wieder ein.
  • In akuten Notfällen wählen Sie bitte immer direkt die 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr/Notarzt).
  • Nutzen Sie die Verbindungsauskunft und die Schutzengelfunktion in unserer App DVB mobil, um zu erfahren, wie Sie am schnellsten nach Hause kommen und wann Ihr Fahrzeug genau abfährt.
  • Rufen Sie das Heimwegtelefon an. Ehrenamtliche begleiten Sie am Telefon, bis Sie sicher angekommen sind.
  • Installieren Sie die App SafeNow. Mit der kostenlosen App können Sie im Ernstfall schnell und unauffällig Hilfe rufen.

Ganz gleich, ob es um eine reale Gefahr geht oder einfach nur ein mulmiges Gefühl. Beides nehmen wir ernst. Denn Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Wir wünschen Ihnen gute Fahrt!


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