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SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG11 - Straßenbahn an Haltestelle

Städte lebenswert und widerstandsfähig entwickeln

Jeder zweite Mensch lebt heute in der Stadt. Der Zuzug ist ungebrochen - auch in Dresden. Damit wir in Zukunft gut leben, brauchen wir eine nachhaltige Stadtentwicklung. Unter anderem heißt das:

  • nachhaltige Nutzung der Flächen
  • bezahlbare und nachhaltige Mobilität
  • sichere Infrastruktur und Grundversorgung
  • Teilhabe

Mit unserem attraktiven Mobilitätsangebot leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein lebenswertes Dresden. Lesen Sie hier den Bericht für das Jahr 2019.

Politisches Bekenntnis zur Mobilitätswende

Der Dresdner ÖPNV ist ein wesentliches Element des umweltbewussten Verkehrs und einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden arbeiten wir daran, ihn konsequent auszubauen und die Verkehrsanteile vom PKW zum ÖPNV hin zu verlagern. 2019 untersetzte der Stadtrat dieses Vorhaben mit einem deutlichen Bekenntnis zum Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr. Demnach soll der Anteil des ÖPNV an allen zurückgelegten Wegen in Dresden (Modal Split) von derzeit 20 Prozent auf 25 bis 30 Prozent im Jahr 2030 steigen.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir verstärkt daran, unser Angebot ausgerichtet auf die Mobilitätsbedürfnisse der Dresdner konsequent auszubauen, die Reisegeschwindigkeit und Verlässlichkeit des ÖPNV zu erhöhen und das Netz um neue stadtteilverbindende Straßenbahn- und Buslinien zu ergänzen.

Umweltschonende Mobilität beansprucht weniger Fläche

Flächenverbrauch und CO2-Ausstoß gehören zu den wichtigsten Kriterien der Stadt- und Verkehrsentwicklung. Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Fahrgäste leisten einen aktiven Beitrag zu einer lebenswerten Stadt und zum Klimaschutz - diese Verkehrsarten gilt es zu fördern.


Flächenverbrauch pro Person in qm*
CO2-Emission pro Personenkilometer in g
Modal Split in %**
zu Fuß 2
0
26
Fahrrad
10
0
18
Straßenbahn
8
25
20***
Bus
20
66
 
PKW 100
147
36

* Quelle: Stadt Zürich, Tiefbauamt: Mobilität + Verkehr, 2012
** Quelle: Mobilität in Städten - SrV 2018 für die Region Dresden
*** ÖPNV-Wert

Ausbau des Dresdner ÖPNV

Neueröffnung der Strecke über die Oskarstraße

2019 haben wir die neue Straßenbahntrasse über die Oskarstraße mit Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn eröffnet, auf der Kesselsdorfer Straße entstand ein verkehrsberuhigter moderner Boulevard mit barrierefreier Haltestelle. Auf dem Albertplatz, der unteren Bautzner Straße, der Canalettostraße und auf der Meißner Straße in Radebeul wurden die Gleise saniert. Zur Erhöhung der Platzkapazität haben wie 30 neue Stadtbahnen bestellt. Bombardier Transportation wird die Fahrzeuge in Görlitz und Bautzen fertigen und in den Jahren 2021 bis 2023 ausliefern.

Mit den neuen Linien 75 und 83 haben wir im jahr 2019 zwei Angebotsanpassungen im Busbereich umgesetzt.

Verkehrsleistung
 2015 2016
2017
2018
2019
Zugkilometer in Mio. 26,9
27,1
27,4
27,3 27,6
Platzkilometer in Mio.
4.031,8
4.087,7
4.106,9
4.121,1
4.118,4
Personenkilometer in Mio. 736,1
754,3
770,1
782,7
788,7

Reisegeschwindigkeit des ÖPNV erhöhen

Im Zuge von Baumaßnahmen im Dresdner Straßenbahnnetz konnten wir 2019 insgesamt 3.595 Meter zustandsbedingte Langsamfahrstellen beseitigen, zum Beispiel auf dem Georgplatz und der Canalettostraße. Die Länge der Streckenabschnitte, die von unseren Straßenbahnen wegen Gleisschäden nur mit Geschwindigkeiten unter 50 Kilometer pro Stunde befahren werden dürfen, ist damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Die Reisegeschwindigkeiten von Bahn und Bus liegen mit etwa 19 Kilometern pro Stunde nach wie vor deutlich unter dem Wert des motorisierten Individualverkehrs, der sich durchschnittlich mit 23 Kilometern pro Stunde durch die Stadt bewegt. Um den ÖPNV stärker zu fördern, sind gezielte politische Entscheidungen zur Beschleunigung von Bahn und Bus nötig.

MOBI nimmt Fahrt auf

Unsere MOBI-Welt

Unser Kerngeschäft ergänzen wir um neue, moderne Mobilitätsformen, um verschiedenste Kundenwünsche befriedigen zu können. Dazu digitalisieren wir unsere Verkehrsmanagementprozesse und gestalten unter der Marke MOBI neue Mobilitätsangebote wie Car- und Bikesharing. Gemeinsam mit unseren Partnern Landeshauptstadt Dresden, Verkehrsverbund Oberelbe, DREWAG, teilAuto und nextbike richten wir sogenannte MOBI-Punkte ein, die verschiedene Mobilitätsangebote zusammenführen und den Wechsel von Straßenbahn und Bus auf Leihauto und -fahrrad erleichtern. 2019 sind elf MOBI-Punkte in Betrieb gegangen, damit lag die Gesamtzahl zum Jahresende bei zwölf. Bis zum Jahr 2023 soll es 76 MOBI-Punkte in Dresden geben.

Mobilitätspunkt am Pirnaischen Platz

Wachsende Stammkundschaft und Kundenzufriedenheit

Die bequeme Flatrate für umweltschonende Mobilitätsleistungen erfreut sich einer steigenden Nachfrage. Seit August 2019 gibt es ein neues, mit Hilfe des Freistaates Sachsen vergünstigtes Ticketangebot: das AzubiTicket.


Einheit
2018
2019
Abo-Monatskarte Personen
85.550
89.642
Sozialticket Personen
16.033  16.300
Jobticket Personen
17.900  18.500
Semesterticket
Personen
35.800  35.100
Azubi-Ticket
Personen
 / 2.000
Summe
Personen
155.000  161.100 

Kundenzufriedenheit


Einheit 2018
2019
vollkommen zufrieden % 18 20
sehr zufrieden % 43  45
zufrieden % 34  31
weniger zufrieden % 5  3
unzufrieden % 1
 1
Globalzufriedenheit DVB Skala 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) 2,3 2,2
Globalzufriedenheit ÖPNV Deutschland Skala 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden)  2,9 2,9

Artenvielfalt fördern

Bienenkorb in Trachenberge

Bienen und andere Blütenbestäuber tragen wesentlich zur Artenvielfalt bei. Um diese nützlichen Insekten zu fördern, hat DVB-Mitarbeiter und Hobby-Imker Torsten Mertens 2019 auf dem Betriebshof Trachenberge Bienenvölker in zwei Beuten angesiedelt. Der Standort an den benachbarten Kleingärten ist ideal für die Tiere.

Beim Ausbau des Betriebshofes Trachenberge wurden außerdem 33 Nistkästen an den Gebäuden angebracht. Drei sind speziell für den Hausrotschwanz vorgesehen, 30 für Sperlinge, Meisen oder verwandte Vogelarten.

Engagement für eine nachhaltige Johannstadt

Als Partner im Projekt „Nachhaltige Johannstadt 2025“ arbeitet die DVB an dem Ziel mit, das Leben in dem Stadtteil bis zum Jahr 2025 klimafreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam mit den Johannstädter*innen sowie ortsansässigen Institutionen werden die Handlungsfelder Wohnen, Mobilität und Konsum/Ernährung beleuchtet, die laut Umweltbundesamt für 90 Prozent der konsumtiven Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Der Fokus für die DVB liegt auf der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der nachhaltigen Mobilität, wie beispielsweise der Veranstaltung von PARK(ing) Days oder der Förderung von Verkehrsträgern des Umweltverbundes.


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