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Elektromobilität

Foto Hybridbus vor dem Blaue Wunder

Die Zukunft des Dresdner ÖPNV ist elektrisch. Langfristig wollen wir alle Busse auf Elektroantrieb umstellen und das Straßenbahnnetz weiter ausbauen. Mit Elektromobilität haben wir schon viel Erfahrung: 1893 fuhr die erste elektrische Straßenbahn durch Elbflorenz. Seitdem gehört die „Glocke“ zu Dresden - als umweltfreundliches, leistungsfähiges und beliebtes Verkehrsmittel.

Seit 2007 werden auch unsere Busse elektrisch betrieben. Heute fahren 17 umweltfreundliche Hybrid-Busse mit teilweise elektrischem Antrieb und ein reiner Elektrobus auf Dresdner Linien.

Straßenbahn seit über 120 Jahren elektrisch

Foto Straßenbahn an Haltestelle

1893 wurde die erste elektrische Straßenbahnlinie in Dresden eröffnet. Zwei Drittel unserer Fahrgäste fahren mit der Straßenbahn – und damit elektrisch. Mit dem Programm „Stadtbahn Dresden 2020“ wollen wir die umweltfreundliche, energieeffiziente und leistungsstarke Straßenbahn weiter ausbauen.

Vorteile für die Umwelt:

  • Ein Straßenbahn-Fahrgast verursacht mindestens 50 Prozent weniger CO2 als ein Autofahrer.
  • Straßenbahnen sind gut für das Klima in der Stadt. Sie stoßen keine Schadstoffe aus. Den Strom erzeugt die DREWAG mit umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Öffentliche Verkehrsmittel sparen Platz. Eine Straßenbahn kann bis zu 260 Personen befördern. Das entspricht etwa 200 Pkw.

Auf dem Weg zum Elektrobus

Foto Hybridbus

Mit insgesamt 17 Hybrid-Fahrzeugen fährt heute schon jeder achte DVB-Bus teilweise elektrisch durch Dresden. Sie sind vorzugsweise auf den nachfragestarken 60er-Linien im Einsatz und ergänzen das umweltfreundliche Straßenbahnnetz. 2007 haben wir erstmals in Europa einen Serien-Hybridbus im Linienverkehr eingesetzt. Hybridbusse sind ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Elektrobus.

Hybridbusse mit teilweise elektrischem Antrieb

  • verbrauchen bis zu 16 Prozent weniger Kraftstoff im Vergleich zu einem Dieselbus
  • sind umwelt- und klimafreundlich
  • halten leise und emissionsfrei an der Haltestelle
  • speichern Bremsenergie zurück
  • stärken das Image des ÖPNV

Unser erster Elektrobus ist seit Mitte 2015 auf der Linie 79 im Einsatz.

Praxispartner der Forschung

Wir arbeiten als Praxispartner an folgenden drei Forschungsprojekten im Bereich Elektromobilität mit:

Projekt "Elektrobus-Linie 79": Erster elektrischer Linienbus in Sachsen

E-Buslinie-79

Von Mitte 2015 bis Mitte 2016 war der erste elektrische Linienbus Sachsens im Rahmen eines Forschungsprojektes auf der Buslinie 79 zwischen den Dresdner Stadtteilen Mickten und Übigau im Einsatz. Der polnische Hersteller Solaris hatte sich in einer europaweiten Ausschreibung mit seinem Produkt Solaris urbino 12 electric durchgesetzt. Die Wahl für das Pilotprojekt fiel auf die Linie 79, weil sie mit 5,2 Kilometern sehr kurz ist und im 20-Minuten-Takt mit nur einem Fahrzeug bedient wird. Zudem ist hier die Staugefahr gering. Die Ladestation am Endpunkt Mickten nutzt die vorhandene Strominfrastruktur der Straßenbahn. Hier „tankt“ der zwölf Meter lange Elektrobus über ein Schnellladesystem in nur drei bis vier Minuten seine Batterie auf. Dazu klappt er einen fünfpoligen Stromabnehmer auf dem Dach aus. Die Lithium-Ionen-Batterie hat einen Energiegehalt von 200 Kilowattstunden. Zwei Elektromotoren mit je 100 Kilowatt Leistung sitzen an der Antriebsachse. Auch die Nebenaggregate und die Heizung werden voll elektrisch betrieben. Nachts wird die Batterie auf dem Betriebshof Trachenberge schonend nachgeladen. Für nötige Werkstattaufenthalte steht ein Ersatzfahrzeug mit schadstoffarmem Dieselmotor bereit.

In dem Forschungsprojekt wurde der Langzeitbetrieb anhand von Belastung, Ladezyklen und Nachladegeschwindigkeit wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Die Beschaffung der Batterie und die wissenschaftliche Begleitung hatte die Technische Universität Dresden übernommen. Das Projekt „Elektro-Buslinie 79“ ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern - Sachsen „Elektromobilität verbindet“ und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Die Überführung vom Test- in den Normalbetrieb war wegen der unzureichenden Dokumentation von Fahrzeug und Ladestation nicht reibungslos möglich. Dieses Problem ist mittlerweile gelöst, aktuell ist ein Gutachter mit der Prüfung beauftragt. Nach deren Abschluss wird der Regelbetrieb auf der Linie 79 wieder aufgenommen. Zurzeit ist der Elektrobus auf der Linie 76 im Einsatz.

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