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Erneuerung des Straßenbahnfuhrparks

Visualisierung der neuen Stadtbahnen. © büro+staubach für Bombardier Transportation

Unsere heutigen Straßenbahnen wurden zwischen 1996 und 2010 gefertigt. Die ältesten Fahrzeuge sind also schon 20 Jahre im Einsatz. Eingedenk langer Entwicklungs- und Fertigungszeiten bereiten wir den Ersatz dieser Wagen vor. Ab 2021 sollen die ersten neuen Straßenbahn-Fahrzeuge im Einsatz sein. 

Eine neue Stadtbahn ist keine Bestellung aus dem Katalog. In jeder Stadt und bei jedem Verkehrsunternehmen sind die Vorgaben unterschiedlich, was eine Straßenbahn erfüllen muss. So begann die Suche nach dem passenden Hersteller bereits im März 2017 mit der Veröffentlichung der Anforderungen im Europäischen Amtsblatt. Insgesamt neun Anbieter aus Europa und Asien durchliefen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, bei dem sich das Unternehmen Bombardier Transportation gegen starke Konkurrenz durchgesetzt hat.

Am 22. August 2019 wurde der Vertrag im Beisein des Sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig, des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert und der DVB-Vorstände Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert feierlich unterzeichnet. Die Fahrzeuge werden in Görlitz und Bautzen gefertigt.

Breitere Bahnen für mehr Platz im Innenraum

Visualisierung der Innenansicht: © Bombardier Transportation

Die bestellten Neufahrzeuge sind mit rund 43 Metern etwa so lang wie der bereits in Dresden fahrende Typ NGT D12 DD. Er ist mit 2,65 Metern rund 35 Zentimeter breiter als die bisherigen Dresdner Fahrzeuge. Im neuen Stadtbahnwagen finden bis zu 290 Passagiere Platz. Auf den Seiten der neuen Wagen sind jeweils zwei Sitzplätze mit größerem Sitzabstand angeordnet. Mehr und größere Türen sorgen für stressfreies Ein- und Aussteigen. In den Multifunktionsbereichen gibt es vier statt wie bisher zwei Stellplätze für Rollstühle oder Kinderwagen. Die Fahrzeuge entsprechen zudem den neuesten Sicherheitsstandards. Von den beauftragten 30 Bahnen werden 21 Einrichtungsfahrzeuge und neun Zweirichtungswagen sein.

Innovative Stadtbahnwagen

Visualisierung der Innenansicht: © Bombardier Transportation

„Die größere Kapazität der neuen Stadtbahnwagen benötigen wir dringend, um der erfreulich schnell wachsenden Zahl unserer Fahrgäste auch in Zukunft ausreichend Platz anbieten zu können“, sagt Andreas Hemmersbach, Vorstand Finanzen und Technik. Lars Seiffert, Vorstand Betrieb und Personal erklärt: „Bei der Ausstattung kommen wir vielen Wünschen unserer Kunden nach. Barrierefreiheit ist natürlich Standard. Große Fenster sorgen für eine helle Atmosphäre, eine dynamische LED-Beleuchtung schont die Augen, es gibt zusätzliche Monitore zur Information, eine Klimatisierung sowie WLAN und Ladesteckdosen für Mobilgeräte.“

Mehr Komfort und Platz für zusätzliche Fahrgäste

Retrofit für einige Bahnen

Gleichzeitig ist für einige Straßenbahnwagen der ersten Generation eine Modernisierung und Nachrüstung geplant. Das „Retrofit“ soll den Fahrgastkomfort und die Information im Wagen verbessern, konstruktive Schwächen beheben und Obsoleszenz-Probleme beseitigen.

Gleisnetz wird seit Jahren vorbereitet

Damit die breiteren Straßenbahnen aneinander vorbei passen, bauen wir unser Streckennetz seit Jahren mit einem Gleismittenabstand von drei Metern aus. Die Bahnsteige an allen Haltestellen für die neuen Straßenbahnen umzubauen, wollen wir vermeiden. Das wäre viel zu aufwändig und würde außerdem das Nachrüsten der alten Straßenbahnen mit Trittstufen zum Überbrücken des breiteren Spaltes zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante erfordern. Wegen der hohen Linienverflechtung müssen alle Wagentypen alle Haltestellen bedienen können. Also müssen die breiteren Bahnen in die bestehenden Haltestellen passen. Der Wagenkasten darf erst oberhalb der Bahnsteigkante in einer bauchigen Form breiter werden.

Impressionen von der feierlichen Bekanntgabe

Finanzierung

Für den Kauf der Stadtbahnen reicht der Freistaat Sachsen Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die DVB aus. Der Fonds unterstützt u. a. Innovationen, Projekte zur Verringerung der CO2-Emmissionen und nachhaltige Stadtentwicklung.


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