Fahrplanauskunft

Fahrplanauskunft öffnen
Wechsel zwischen Ankunft und Abfahrt
Erweiterte Auskunft

Erneuerung des Straßenbahnfuhrparks

Rostocker Straßenbahn von Vossloh
Seit Juli 2014 fahren in Rostock neue, breitere Straßenbahnen. Sie passen in die bestehenden Haltestellen, weil der Wagenkasten erst über der Bahnsteigkante breiter wird. Eine ähnliche Lösung könnte auch für Dresden in Frage kommen.

Breitere Bahnen für mehr Platz im Innenraum

Unsere heutigen Straßenbahnen wurden zwischen 1996 und 2010 gefertigt. Die ältesten Fahrzeuge sind also schon 20 Jahre im Einsatz. Eingedenk langer Entwicklungs- und Fertigungszeiten bereiten wir den Ersatz dieser Wagen vor. Ab 2021 sollen die ersten neuen Straßenbahn-Fahrzeuge im Einsatz sein. 

Die Fachleute haben sich über die neuesten Fahrzeugentwicklungen informiert und die technischen Anforderungen formuliert. In die europaweite Ausschreibung sind außerdem die Wünsche unserer Kunden eingeflossen. In Kürze werden die Angebote erwartet.

Einiges steht schon fest: Der Wagenkasten künftiger Dresdner Straßenbahnen soll breiter werden und damit eine 2+2 Bestuhlung ermöglichen. Das heißt, dass rechts und links des Ganges jeweils zwei Sitze angeordnet werden. Heute sind unsere Bahnen 2,30 Meter breit. Die neuen Fahrzeuge sollen die in Deutschland und Europa übliche Wagenkastenbreite von 2,65 Meter erhalten. So können sie mehr Fahrgäste aufnehmen. Damit das Ein- und Aussteigen schnell geht, brauchen sie so viele Türen wie möglich. Außerdem wollen wir die Bedürfnisse unserer Fahrgäste mit Kinderwagen, Fahrrädern, Rollstühlen und Rollatoren stärker berücksichtigen.

Retrofit für einige Bahnen

Gleichzeitig ist für einige Straßenbahnwagen der ersten Generation eine Modernisierung und Nachrüstung geplant. Das „Retrofit“ soll den Fahrgastkomfort und die Information im Wagen verbessern, konstruktive Schwächen beheben und Obsoleszenz-Probleme beseitigen.

Gleisnetz wird seit Jahren vorbereitet

Damit die breiteren Straßenbahnen aneinander vorbei passen, bauen wir unser Streckennetz seit Jahren mit einem Gleismittenabstand von drei Metern aus. Die Bahnsteige an allen Haltestellen für die neuen Straßenbahnen umzubauen, wollen wir vermeiden. Das wäre viel zu aufwändig und würde außerdem das Nachrüsten der alten Straßenbahnen mit Trittstufen zum Überbrücken des breiteren Spaltes zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante erfordern. Wegen der hohen Linienverflechtung müssen alle Wagentypen alle Haltestellen bedienen können. Also müssen die breiteren Bahnen in die bestehenden Haltestellen passen. Der Wagenkasten darf erst oberhalb der Bahnsteigkante in einer bauchigen Form breiter werden.

Innenansicht der rostocker Straßenbahn
Innenansicht der Rostocker Straßenbahn

Wir bewegen Dresden