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Projekt 1: Löbtau - Südvorstadt - Strehlen

Visualisierung Zellescher Weg
Visualisierung Zellescher Weg: virtual architects

Mit der Bahn zum Campus

Streckenabschnitte des Stadtbahnprojektes 1 Löbtau-Strehlen

Der Streckenzug Löbtau – Südvorstadt - Strehlen liegt in einem wichtigen städtebaulichen und verkehrlichen Korridor, in dem das Verkehrsaufkommen weiter steigen wird. Lärm und ein erhöhter Schadstoffausstoß lasten auf den Anwohnern. Hier sollen auf den Abschnitten Kesseldorfer Straße, Nossener Brücke - Nürnberger Straße, Nürnberger Straße - Zellescher Weg - Caspar-David-Friedrich-Straße und Oskarstraße - Tiergartenstraße neue Straßenbahnstrecken entstehen. Neue, leistungsfähige Stadtbahnverbindungen sollen dazu beitragen, diese Straßen zu entlasten und die Umwelt zu schonen.

Busse stoßen an ihre Grenzen

Das Bussystem ist schon heute teilweise überlastet. Die Linie 61 bietet ihren täglich 36.800 Fahrgästen oft keine ausreichende Beförderungskapazität  - von Komfort ganz zu schweigen. Sie ist die meist genutzte Buslinie Dresdens. Im Einzugsgebiet dominiert die Technische Universität Dresden mit ihren 35.000 Studenten und 6.000 Beschäftigten. Hier steigen pro Tag 15.000 Fahrgäste ein und aus. Trotz umfangreicher Verstärkerleistungen sind die Busse regelmäßig überfüllt und fahren besonders vor und nach den Vorlesungen mit Verspätung. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Linienverlauf. Bei weiter steigenden Fahrgastzahlen verschärft sich diese Situation. Eine angemessene Beförderungsqualität kann nur die leistungsfähigere Stadtbahn bieten.

Neuer Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und S-Bahn

Am Haltepunkt Strehlen soll ein neuer Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und S-Bahn entstehen. Deshalb wird die Straßenbahn nicht mehr über die Wasastraße und Franz- Liszt-Straße, sondern über die Oskarstraße und Tiergartenstraße geführt. Dem geplanten S-Bahn-Haltepunkt an der Nossener Brücke hat der Stadtrat nicht zugestimmt.

Geplantes ÖPNV-Angebot

Karte mit Ausbaustufen Projekt 1

Nach jetzigem Planungsstand soll die Technische Universität zunächst mit den Straßenbahnlinien 7 und 9 deutlich besser an die Innenstadt, den Dresdner Westen, Norden und Osten angebunden werden. Damit entstehen zahlreiche neue Direktverbindungen zum TU-Campus, unter anderem von Gorbitz, Löbtau, Pieschen und Reick. Die westliche Südvorstadt und die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) werden besser an den Hauptbahnhof angebunden. Die Buslinie 61 fährt vorerst weiterhin bis nach Löbtau, es entällt jedoch ein Großteil der Verstärkerfahrten. Auch auf die Verstärkerfahrten der Buslinie 66 zwischen Hauptbahnhof und Südhöhe kann mit Verlegung der Linie 9 über den Zelleschen Weg verzichtet werden. Die Straßenbahnlinie 8 verkehrt zukünftig nur noch zwischen Hellerau und Postplatz.

Unser Ziel ist es, die Buslinie 61 zwischen Löbtau und Strehlen vollständig durch eine neue Straßenbahnlinie 14 zu ersetzen. Um dieses Konzept umsetzen zu können, müsste die Straßenbahn vom Haltepunkt Strehlen weiter in Richtung Gruna bzw. Striesen verlängert werden. Diese Idee ist jedoch kein Gegenstand des aktuellen Stadtbahnprogrammes. Gegenwärtig prüfen wir weitere Möglichkeiten, die geplante Linie 14 einzuführen.

Teilprojekt 1.1: Neue Zentralhaltestelle "Tharandter Straße" auf der Kesselsdorfer Straße

3D-Modell Haltestelle Kesselsdorfer Straße
Visualisierung: Landeshauptstadt Dresden

Auch der unfallträchtige Abschnitt der Kesselsdorfer Straße zwischen Tharandter und Reisewitzer Straße gehört zum Projekt „Stadtbahn Dresden 2020“. Mit täglich 30.000 Ein- und Aussteigern ist die "Tharandter Straße" die am meisten frequentierte Haltestelle außerhalb des Innenstadtringes.

Im Dezember 2014 wurden für diesen Teilabschnitt die Planfeststellungsunterlagen eingereicht. Der Ausbau des 300 Meter langen Teilstücks mit der neuen Zentralhaltestelle steht ab September 2017 auf dem Plan. Dann entsteht hier ein Fußgängerboulevard. Die Haltestellen erhalten eine großzügige Überdachung ähnlich den Haltestellen am Altmarkt oder an der Haltestelle "Prager Straße".

Teilprojekt 1.2: Nossener Brücke und Nürnberger Straße

Kartenausschnitt Ausbau Nossener Brücke - Nürnberger Straße

Für den Abschnitt Nossener Brücke/Nürnberger Straße ist die Vorplanung abgeschlossen. Im Mai 2014 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden die empfohlene Ausbauvariante beschlossen. Die bauliche Umsetzung dieses 1,7 Kilometer langen Abschnittes zwischen Ebertplatz und Nürnberger Ei ist ab 2019 geplant.

Nossener Brücke entsteht neu

Die Nossener Brücke besteht aus vier aufeinanderfolgenden Brücken über die Fabrikstraße, das Heizkraftwerksgelände der Drewag, die Bahnanlagen der DB AG und die Zwickauer Straße. Sie ist seit 1964 für den Verkehr freigegeben. Alle Brücken befinden sich nunmehr in einem schlechten Zustand. Deshalb sollen sie abgerissen und durch einen neuen dreiteiligen Brückenzug mit einer separaten Straßenbahnbrücke in Mittellage ersetzt werden. Die Brücken erhalten jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung, beidseitig einen 2,50 Meter breiten Radweg sowie einen Fußweg mit Treppen und barrierefreien Rampen zur Fabrikstraße sowie zur Zwickauer Straße. Die Option eines S-Bahnhaltepunktes sowie der Bau einer Straßenbahnhaltestelle auf der Brücke wurde auf Wunsch des Stadtrates fallengelassen.

Nürnberger Straße mit grünem Gleis in Mittellage

Die Vorzugsvariante für den Bereich der Nürnberger Straße ordnet die Gleisanlagen auf einem besonderen Bahnkörper in Mittellage ein. Sie sollen mit Rollrasen begrünt werden. Busse nutzen die Fahrbahnen und halten am Fahrbahnrand. Lediglich an der Budapester Straße wird eine gemeinsame Haltestelle für Straßenbahn und Bus eingerichtet.

Die Kreuzung Budapester Straße/Nürnberger Straße wird so geplant, dass die nachträgliche Einordnung einer neuen Straßenbahntrasse auf der Budapester und Chemnitzer Straße möglich ist. Alle Abbiegebeziehungen für den Kfz-Verkehr bleiben erhalten. Zugunsten eines flüssigen Verkehrsablaufs werden die heute recht unfallträchtigen Linksabbiegevorgänge aus und in die Nürnberger Straße auf die Kreuzung mit der Hohen Straße konzentriert. Hier sind Linksabbiegespuren geplant. An den Kreuzungen Kaitzer Straße und Bernhardstraße ist nur das Rechtsabbiegen und -einbiegen zugelassen. Die Mittelstreifen werden hier baulich nicht unterbrochen.

Nürnberger Ei bleibt erhalten

Fotomontage Straßenbahn auf Nürnberger Straße
Visualisierung Nürnberger Straße: virtual architects

Das Nürnberger Ei bleibt im Wesentlichen erhalten. Am westlichen Ende entfallen die Wendefahrbahn und die separate Dreiecksinsel. Die verbleibenden Flächen zwischen dem Wartebereich der derzeitigen Straßenbahnendhaltestelle und der östlichen Fußgängerfurt Bernhardstraße werden teilweise zu Gehwegflächen umgewandelt. Der größte Teil kann als Grünfläche gestaltet werden. Endende Busse nutzen künftig die Trasse der Straßenbahnendstelle zum Wenden. Auf dem gesamten Abschnitt entstehen breitere Radwege und sichere Fußgängerüberwege.

Zeitplan

  • Einreichen der Planfeststellungsunterlagen: Ende 2016
  • frühestmöglicher Baubeginn: 2019
  • frühestmögliche Inbetriebnahme: 2021

Weitere Informationen:

Teilprojekt 1.3: Nürnberger Straße, Zellescher Weg und Caspar-David-Friedrich-Straße

Visualisierung Zellescher Weg
Visualisierung Zellescher Weg: virtual architects

Für die 2,8 Kilometer lange Straßenbahn-Neubaustrecke zwischen dem Nürnberger Ei und dem Wasaplatz sind ein besonderer Bahnkörper in Mittellage, eine überbreite Fahrspur pro Richtung und vor allem auf dem Zelleschen Weg breite Fuß- und Radwege vorgesehen. Im östlichen Teil zwischen dem Fritz-Foerster-Platz und der Haltestelle "Caspar-David-Friedrich-Straße" soll der Bahnkörper mit Rasengleis eingedeckt werden. Busse werden auf diesem Streckenabschnitt die Fahrbahn benutzen. Lediglich auf der Caspar-David-Friedrich-Straße in Richtung Zellescher Weg teilen sich Straßenbahnen und Individualverkehr eine Fahrspur. Die dreireihige Baumallee im Zuge des Zelleschen Weges soll künftig durch eine vierreihige Allee ersetzt werden.

Neue Haltestellen am Nürnberger Platz

Die geplante Führung der Straßenbahnlinie 9 vom Hauptbahnhof zum Zelleschen Weg sowie die eingeschränkten Platzverhältnisse bedingen eine Neuordnung der Haltestellen am Nürnberger Platz. Zukünftig halten alle Straßenbahnlinien von/nach dem Stadtzentrum auf der Nordseite des Platzes. Die Haltestellen werden etwas breiter als üblich, um den in der Hauptverkehrszeit starken Studentenströmen ausreichend Platz zu bieten. Auch die Fußgängerfurten an den Haltestellenzugängen sollen deutlich breiter werden. Für die in Ost-West-Richtung verkehrende Buslinie 61 und die zukünftige Straßenbahnlinie 14 werden Haltestellen auf der südöstlichen Platzseite in Richtung Fritz-Foerster-Platz vorgesehen.

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden hat die Vorplanung am 21. Januar 2016 bestätigt.

Zeitplan   

  • Entwurfs- und Genehmigungsplanung: 2017
  • Planfeststellungsverfahren: 2019 
  • frühestmöglicher Baubeginn: 2020

Teilprojekt 1.4: Oskarstraße und Tiergartenstraße

Fotomontage Straßenbahn am Haltepunkt Strehlen
Visualisierung Haltepunkt Strehlen: virtual architects

Am weitesten sind die Vorbereitungen für die 1,1 Kilometer lange neue Straßenbahnstrecke auf der Oskarstraße und Tiergartenstraße gediehen. Der Bau startet am 1. März 2017. Er soll etwa 15 Monate dauern. Anschließend werden die nicht mehr benötigten Gleise auf der Wasastraße ausgebaut.

Dabei wird die Straßenbahn von der Wasastraße/Franz-List-Straße in die Oskarstraße und Tiergartenstraße verlegt. Am Haltepunkt Strehlen entstehen bessere Umsteigemöglichkeiten zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn. Auch ein Teil des Wasaplatzes wird umgebaut. Die Gleise- und Straßenborde erhalten eine neue Lage und es entsteht eine barrierefreie Haltestelle in der Lockwitzer Straße.

Straßenbahn fügt sich ein

Fotomontage Straßenbahn auf Gustav-Adolf-Straße
Visualisierung Oskarstraße: virtual architects

Die Planung orientiert sich so weit wie möglich an der heutigen Gestaltung. Oskar- und Tiergartenstraße werden nicht breiter als jetzt, die Gleise sind überfahrbar. Sie werden mittig über den Gustav-Adolf-Platz geführt, das städtebauliche Ensemble und die Grünflächen bleiben erhalten.

An der neuen Haltestelle am S-Bahn-Haltepunkt Strehlen entstehen rund 40 überdachte Fahrrad-Stellplätze. Der Haltestellenbereich zwischen Gustav-Adolf-Platz und Wiener Straße darf künftig nicht mehr von Autos und Lkw befahren werden. Sie werden über das umliegende Straßennetz umgeleitet. Untersuchungen haben gezeigt, dass das für die täglich über die Oskarstraße fahrenden 4.000 Fahrzeuge problemlos möglich ist. Diese Maßnahme entlastet die Oskarstraße vom Individualverkehr und reduziert so die Belastungen für Anwohner. Anlieger erreichen ihre Grundstücke natürlich weiterhin direkt.

Im Zuge der Baumaßnahme soll auch die stadtwärtige Haltestelle Querallee barrierefrei ausgebaut und mit Unterständen, Sitzgelegenheiten und elektronischen Anzeigen zur Information der Fahrgäste ausgestattet werden. Als Ersatz für wegfallende Parkplätze in der Tiergarten- und Oskarstraße entstehen auf der Wasastraße neue Parkstreifen. Insgesamt steigt das Angebot an Parkraum im Einzugsgebiet.

Für die Fußgänger stehen weiterhin ausreichend breite Gehwege zur Verfügung. Die Radfahrer bekommen eine eigene Verkehrsfläche neben dem Gleis. Die geplante Gleistrasse auf der Oskarstraße überquert den unterirdisch verlaufenden Kaitzbach.

Zeitplan

  • Vorbereitung der Umleitungsstrecken seit 12. Dezember 2016
  • Baubeginn am 1. März 2017
Fotomontage Straßenbahn auf Oskarstraße

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