Fahrplanauskunft

Fahrplanauskunft öffnen
Wechsel zwischen Ankunft und Abfahrt
Erweiterte Auskunft

Intelligente Heizung für Straßenbahnen

20.12.2017 | Unternehmen

In unseren Straßenbahnen sollen intelligente Heizungssysteme eingebaut werden, die die Frischluftzufuhr nach Bedarf regeln. Berechnungen haben ergeben, dass damit 1467 Tonnen Kohlendioxid eingespart und die Stromkosten erheblich reduziert werden können.

EU-Förderung für die Umrüstung

In der Dachverkleidung von Straßenbahnen befinden sich kleine Löcher, durch die kühle Luft strömt. Dort setzt unsere neuste Innovation an: 83 Straßenbahnwagen bekommen ein intelligentes Heizsystem. Die Umrüstung und eine Testphase kosten etwa 2,2 Millionen Euro. Die Europäische Union (EU) steuert davon rund 750 000 Euro bei, die aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kommen. Nachdem der Fördermittelbescheid der EU eingegangen ist, wird nun bis zum Winter 2018/2019 die Umrüstung von zunächst zwei Straßenbahnwagen ausgeschrieben: Einem 45-Meter-Gelenktriebwagen NGT D12 und einem 30 Meter langen NGT D8 der jüngeren Generation. Die Testphase soll Aufschluss bringen, wo und wie die Sensoren eingebaut werden können, damit die Technik optimal funktioniert. Anschließend ist die Umrüstung der 83 Triebwagen der zweiten Generation für den Winter 2019/20 geplant.

Ein Heizungssystem, das mitdenkt

Die Idee entstand während der Auswahl von neuen Straßenbahnmodellen, in denen ein intelligentes Heizsystem inzwischen zum „Serienstandard“ zählt. Das funktioniert in etwa so: Einige Sensoren erfassen, wie viele Fahrgäste sich aktuell in der Straßenbahn befinden, andere messen die Qualität der Luft. Eine Software entscheidet anhand dieser Daten, wieviel frische Luft angesaugt und erwärmt werden muss. Je weniger Menschen in der Straßenbahn sind, desto weniger wird auch benötigt. Und dort liegen vermutlich auch die Einsparpotenziale. Denn bisher werden immerzu 15 Kubikmeter Frischluft erwärmt und in die Fahrzeuge geblasen – egal, ob sie benötigt werden oder nicht. So könnten bis zu 1800 Megawattstunden Strom in der ganzen Flotte eingespart werden. Da die Sensoren unauffällig angebracht werden und durch das Öffnen der Türen regelmäßig frische Luft in die Wagen gelangt, wird es für die Fahrgäste keine merklichen Veränderungen geben.


Wir bewegen Dresden