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Rundumerneuerung der Standseilbahn

15.03.2021 | Bauarbeiten

Am 26. Oktober 2020 wurde unsere historische Standseilbahn stolze 125 Jahre alt. Damit sie weiterhin zuverlässig den Loschwitzer Elbhang erklimmt, wird sie seit dem 15. Juni 2020 rundumerneuert. Während der Instandsetzung werden das Zugseil, die Elektrik der gesamten Bahnanlage, die Stützwand oberhalb des Burgbergtunnels und die Balken des Viadukts erneuert. Eigentlich sollte die Standseilbahn schon Ende März wieder fahren. Allerdings werden wichtige Bauteile für die Rekonstruktion zum Teil im europäischen Ausland angefertigt. Besonders dort haben sich Produktion und Lieferung wegen der Pandemie verzögert. Deshalb ist der neue Starttermin jetzt Mitte Mai 2021.

Neues Betriebskonzept

Bisher konnte die Standseilbahn nur von der Bergstation aus gesteuert werden. Mit dem neuen Funktionsgebäude wird dies zukünftig auch von der Talstation aus möglich sein. Das Gebäude ist fast fertiggestellt und der nötige Rückbau der Steuerung nahezu abgeschlossen. Angepasst an die geänderte Gesetzgebung dürfen beispielsweise nur noch halogenfreie Kabel verwendet werden. Die garantieren einen besseren Brandschutz als die alten PVC-Kabel. Auch eine blendfreie LED-Beleuchtung im Innenraum gehört zur neuen Ausstattung. Für Passagiere mit reduziertem Hörvermögen werden optische Informationen im Innenraum zur Verfügung stehen. Das dient im Havariefall zur Orientierung. Bisher genügte eine Lautsprecherdurchsage. Deshalb bekommen die Wagen einen Monitor im Fahrgastraum, auf dem im Normalfall geschichtliche oder touristische Informationen zu sehen sind.

Woran noch gewerkelt wird

Standseilbahn im Bauzustand

Aktuell läuft der Innenausbau, die große Panoramascheibe muss aber noch geliefert werden. Der Bahnsteig bekommt einen rutschsicheren Belag. Bis die Bahn wieder fahren kann, müssen außerdem die Wagenbatterien getauscht, die Spurkranzschmieranlage zur Reduzierung der Fahrgeräusche eingebaut und die Schienen abgeschliffen werden. Danach finden im April erste Probefahrten statt. Funktioniert alles tadellos, beginnt für eine Woche ein so genannter begleiteter Regelbetrieb. Dabei dürfen schon wieder Fahrgäste mitfahren, aber die Spezialfirmen stehen noch parat, um letzte Anpassungen vorzunehmen und das Personal einzuweisen.

Antriebsmotor und Zugseil

Motor der Standseilbahn

Der mit Gleichstrom betriebene Motor war für mehrere Wochen zur Überholung in einer Chemnitzer Spezialwerkstatt und erhielt zusätzliche Sensoren zur Temperaturüberwachung. In der letzten Februarwoche nahm er wieder seinen festen Platz im Maschinenhaus in der Bergstation ein. Bis zum 22. März wird die modernisierte Steuerung angeschlossen, anschließend folgen mehrere Tests der am Motor angebrachten Bremsen. Dann kann das neue Zugseil über das Getriebe mit dem Antrieb verbunden und die Enden an den beiden Wagen befestigt werden.

Das alte Zugseil lag seit 1997 auf und war am Ende seiner Nutzungsdauer angekommen. Das neue soll knapp 40 Jahre halten. Es ist 610 Meter lang, 38 Millimeter stark, wiegt 5,6 Kilogramm pro Meter und besteht aus sechs Litzen mit je 25 Drähten. Es kann zwei voll besetzte Wagen der Standseilbahn sicher bewegen. Die neue Schmieranlage dämpft die Fahrgeräusche der Bahn für Fahrgäste oder Anwohner und verlängert die Lebensdauer des Seils.

Balkentausch auf dem Viadukt

Sanierungsarbeiten an der Standseilbahn

Die Brückenbalken des 102 Meter langen Viadukts, auf denen die Schienen montiert sind, wurden in 26 Jahren Liegezeit besonders durch die Witterung beansprucht. Der Austausch der bis zu sechs Meter langen 136 Balken in teilweise luftiger Höhe von 15 Metern ist abgeschlossen. Sie bestehen aus imprägniertem Spezialholz. Rutschsichere Glasfaser-Carbon-Gitter ersetzen die alten hölzernen Laufwege neben den Schienen. Oberhalb des Burgbergtunnels ist die Stützwand saniert und rückverankert.

Ersatzverkehr

Während der regulären Einsatzzeiten der Standseilbahn wird ersatzweise ein Bus angeboten, der im 30-Minuten-Takt zwischen dem Körnerplatz und der Bergstation pendelt. 

  • Fahrweg des Ersatzbusses: Körnerplatz – Schillerstraße – Bautzner Landstraße – Plattleite – Obere Station Standseilbahn
  • Die Ersatz-Haltestelle für die Untere Station der Standseilbahn ist die Haltestelle Körnerplatz der Linien 61/63/84 in Richtung Schillerplatz.
  • Die Ersatz-Haltestelle für die Obere Station der Standseilbahn befindet sich am Luisenhof in Höhe des Eingangs der Bergstation.
  • Die Haltestelle Plattleite kann bei Bedarf zum Ausstieg genutzt werden.
  • Bitte beachten Sie, dass die Beförderung von Rollstühlen und Kinderwagen im Pendelbus nur eingeschränkt möglich ist.
  • Weitere Fahrtmöglichkeiten bestehen mit den Linien 61 und 11 (Umstieg an der Haltestelle Grundstraße).

Schwebebahn ist in Betrieb

Bild Schwebebahn

Die Schwebebahn bleibt, außer während ihrer Frühjahrsrevision vom 15. bis 26. März 2021, in Betrieb. Jede Seilbahn ist von Gesetzes wegen zwei Mal jährlich zu überprüfen, einmal erfolgt dabei die technische Abnahme. Durch ihre besondere Konstruktion unterliegen diese Bahnen besonderen Vorschriften, die in der so genannten Betriebsordnung für den Bau und Betrieb für Seilbahnen (BOSeil) zusammengefasst sind.


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