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VVO-Tarif wird zum 1. April 2023 angepasst

02.12.2022 | Tickets

Beratungssituation

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat auf seiner Verbandsversammlung am 1. Dezember Bilanz für 2022 gezogen und wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Die Corona-Pandemie hat auch in diesem Jahr deutliche Spuren hinterlassen: Die zwölf Unternehmen verzeichnen voraussichtlich bis Jahresende Rückgänge bei Einnahmen und Ausgleichszahlungen von rund sieben Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Nach deutlichen Rückgängen bei den Fahrgastzahlen zu Jahresbeginn haben sich diese durch das 9-EuroTicket sowie im Herbst durch den Start des neuen Ausbildungsjahres stabilisiert und liegen mit prognostizieren 167,5 Millionen leicht über dem Vorjahr. Die dramatisch gestiegenen Energiepreise belasten zudem die Haushalte der Unternehmen und des Zweckverbandes. Dennoch will der Verbund das Angebot für 2023 auf dem jetzigen Niveau halten und zudem weiter in einen modernen Nahverkehr investieren. 

VVO-Tarif wird zum 1. April 2023 angepasst

Neue Tarifabschlüsse für die Mitarbeiter sowie insbesondere die steigenden Kosten für Strom (seit Jahresbeginn um rund 70 Prozent), Dieselkraftstoff (um rund 40 Prozent) und Material machen eine Tarifanpassung zum 1. April 2023 notwendig. Die Preise im VVO steigen dann um durchschnittlich elf Prozent.

Ziel ist es, das bestehende gute Angebot zu erhalten. Die Alternative wären deutliche Kürzungen im Fahrplan, die dem politischen Ziel einer Verkehrswende entgegenstehen.

Die Tarifanpassung zeigt zudem deutlich, dass die Gesamtfinanzierung des Nahverkehrs dringend geklärt werden muss. Auch die Einigung zwischen Bund und Ländern zur Einführung eines Deutschlandtickets ist zur Zeit noch in vielen Details wie etwa dem Starttermin offen – daher wird in den Gremien des VVO und in enger Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen über die Folgen eines solchen Angebotes für das Ticketsortiment, wie etwa die Einführung von Upgrade-Tickets für Zusatznutzen, gesprochen.

Wesentliche Änderungen

Der Preis für eine Einzelfahrt in Dresden steigt um 30 Cent auf drei Euro, in allen anderen Tarifzonen steigt der Preis auf 2,80 Euro. Für längere Fahrten durch mehrere Tarifzonen steigt der Preis der Einzelfahrt um 60 Cent bis 1,20 Euro. Die 4er-Karte bleibt trotz einer Anhebung um 1,20 Euro auf 10,60 Euro eine Alternative für Gelegenheitsfahrer. Tageskarten für eine Tarifzone in der Region bleiben im Preis stabil, in Dresden erhöht sie sich von 6,90 Euro auf acht Euro. Für längere Strecken sowie für Familien und kleine Gruppen steigen die Preise zwischen 1,10 Euro und 4,60 Euro an.

Wochen- und Monatskarten werden durchschnittlich um 13 Prozent teurer. So kostet die Abo-Monatskarte für Dresden dann 62,40 Euro.

Haushalt 2023 trotz Risiken mit weiteren Investitionen

Weiterhin hat die Verbandsversammlung den Haushalt für das kommende Jahr mit einem Rekord-Volumen von rund 162 Millionen Euro beschlossen. Davon fließen 129,3 Millionen in den Eisenbahnverkehr und 4,5 Millionen in den Bus- sowie Nachtverkehr. Für die Finanzierung des Verbundtarifs, inklusive des Bildungs- und des AzubiTickets, sind 14,5 Millionen Euro eingeplant. „Damit sichern wir das bestehende umfangreiche Angebot in der Region“, erläutert Landrat Michael Geisler. „Zudem wollen wir im Rahmen des Infrastruktur- und Stationsprogramms fünf Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Nahverkehrs investieren.“ Den geplanten Ausgaben stehen derzeit Mittel in Höhe von 153 Millionen Euro gegenüber. Damit weist der Haushalt ein Defizit von neun Millionen Euro auf, das nur geschlossen werden kann, wenn die zugesagten Regionalisierungsmittel, die der Bund den Ländern für den Nahverkehr zur Verfügung stellt, vom Freistaat an den VVO weitergeleitet werden. „Vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Kosten benötigen wir diese Gelder, um den Status Quo zu sichern“, so Michael Geisler weiter.

Immer teurer? Wie eine Tarifanpassung funktioniert:

Mit den Fahreinnahmen decken die Verkehrsunternehmen nur einen Teil der Kosten, die für Kraftstoffe und Energie, für Personal und Material entstehen. Weitere Mittel erhalten die Unternehmen von den Landkreisen und kreisfreien Städten, die für den Straßenbahn- und Busverkehr verantwortlich sind, vom VVO, der als Aufgabenträger Züge bestellt, und vom Freistaat Sachsen für die Förderung ausgewählter Investitionen und den Ausgleich für die ermäßigten Schülerfahrkarten.

Durch die knappen Kassen bei Bund, Land und Kommunen werden einige Förderungen geringer und können durch Einsparungen bei den Unternehmen nicht mehr ausgeglichen werden. Steigende Kosten und geringere Zuschüsse zwingen die Unternehmen daher, auch die Fahrpreise regelmäßig zu prüfen. Dazu kommen Vertreter der Verkehrsunternehmen viele Male zusammen und diskutieren gemeinsam über die Entwicklung des VVO-Tarifs. Dabei hat jedes Unternehmen auch eigene Schwerpunkte. Für die einen ist der Preis der Abo-Monatskarte für eine Zone wichtig, für die anderen die Familientageskarte für den Verbundraum. Der VVO ist dabei vor allem Vermittler und berechnet die von den Verkehrsunternehmen vorgeschlagenen Tarifmodelle. Die Einnahmen selbst kommen ausschließlich den Verkehrsunternehmen für deren Angebot zugute. Wenn sich die Verkehrsunternehmen auf neue Preise geeinigt haben, werden diese der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vorgelegt. Hier entscheiden die politischen Vertreter der Landeshauptstadt und der Landkreise, ob der Vorschlag ausgeglichen und notwendig ist. Die Umsetzung des neuen Tarifs, der Druck der Informationsmedien, die Vorbereitung der neuen Fahrscheine und vieles mehr unterstützt dann der VVO für alle Verkehrsunternehmen, so dass alle Fahrgäste im Verbundgebiet nicht nur einen einheitlichen Tarif, sondern auch einheitliche Informationen haben.


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