Zusatzlinie 26 fährt vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Neustadt
06.01.2026
Weil die Deutsche Bahn AG am Wochenende vom 9. bis 11. Januar 2026 wegen laufender Bauarbeiten den Zugverkehr zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Neustadt unterbricht, hat die DB Regio bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) erneut einen Ersatzverkehr mit Straßenbahnen für alle Regionalzüge bestellt.
Von Freitag, dem 9. Januar 2026, 3:45 Uhr bis Montag, den 11. Januar 2026, 1:00 Uhr verkehrt deshalb die Linie 26 zusätzlich im Netz der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Die Fahrzeuge tragen neben Liniennummer und Fahrtziel zusätzlich ein deutschlandweit übliches Signet, welches sie als Ersatzverkehr der Deutschen Bahn ausweist (siehe Anlage).
Die „26“ fährt von Plauen nach Mickten und zurück. Dabei verbindet sie den Hauptbahnhof mit dem Bahnhof Neustadt über den westlichen Stadtring und die Marienbrücke. Im Streckenverlauf bedient sie auch die S-Bahnhöfe Freiberger Straße und Dresden-Mitte. Die Wagen verkehren von 6:15 Uhr bis 19:15 Uhr im Zehn-Minuten-Takt, frühmorgens, abends und nachts werden Fahrten alle 15 beziehungsweise 30 Minuten angeboten. Alternativ können Fahrgäste zwischen beiden großen Bahnhöfen auch die Straßenbahnlinie 3 benutzen. Der Übergang von und zur Straßenbahn erfolgt am Hauptbahnhof unter den DB-Brücken und am Bahnhof Neustadt auf der Hansastraße. Weitere Informationen zum Fahrplan findet man im Internet unter www.dvb.de sowie beim Verkehrsverbund Oberelbe unter www.vvo-online.de.
Wegen Ihrer Historie genießt die Linie 26 nicht nur unter Straßenbahnfreunden Kultstatus. Auch die Fahrerinnen und Fahrer der DVB freuen sich auf den vorübergehenden Relaunch, obwohl die Linie nur einen Teil ihrer einst historischen Strecke befährt. Jedenfalls sind die Dienste auf der „26“ beim DVB-Fahrpersonal begehrt. Das waren sie schon vor zwei Jahren, als die DB Regio diese Verbindung das erste Mal bei den DVB bestellt hatte. Damals gab es für 17 Dienste mehr als 60 Fahrerinnen und Fahrer, die gern eine „26“ gefahren wären. Das wird diesmal ähnlich sein.
Das Original der Straßenbahnlinie 26 fuhr seit 1909 auf dem inneren Dresdner Stadtring im Kreis. Daher resultiert auch die von der Dresdner Bevölkerung noch immer verwendete Bezeichnung „26er-Ring“. Mit zeitlichen Unterbrechungen und zuletzt einer Verlagerung von Start und Ziel an die Endpunkte Johannstadt und Zschertnitz war die „26“ bis zur Liniennetzreform 2000 im Einsatz. Danach wurde sie nicht mehr benötigt, weil sich andere Linien die Bedienung des „26er-Rings“ teilten. So ist es auch heute noch.