Ende Landrevision: „Schloßfähre“ kehrt am 25. Juni in den Linienverkehr zurück
17.06.2026
Nach ihrer turnusmäßigen Landrevision nimmt die „Schloßfähre“ am 25. Juni 2026 wieder den regulären Fährbetrieb zwischen Kleinzschachwitz und Pillnitz auf – pünktlich vor dem Elbhangfest. In den vergangenen Wochen wurde Dresdens einzige Autofähre umfassend technisch überarbeitet und für die kommenden Jahre fit gemacht.
Umfangreiche Arbeiten am Schiff
„Im Rahmen der Landrevision erfolgten umfangreiche Arbeiten am Schiffsrumpf und an der technischen Ausrüstung“, erklärt Dirk Reibold, zuständiger Werkstattleiter der Dresdner Verkehrsbetriebe AG. Die Fähre wurde vollständig sandgestrahlt, der Unterboden an mehreren Stellen verschweißt sowie die elektrische Anlage erneuert. Zudem wurden neue Hydraulikschläuche eingebaut und die Landeklappen instandgesetzt beziehungsweise erneuert. Abschließend hat das Schiff einen komplett neuen Anstrich einschließlich eines Antifouling-Anstrichs zum Schutz des Unterwasserschiffes erhalten.
„Aufgrund der umfassenden Arbeiten, hat sich die Standzeit auf der Werft um acht Tage verlängert“, so Reibold, „aber Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“.
Parallel zu den Instandsetzungsarbeiten wurde die gesetzlich vorgeschriebene Schiffsuntersuchung durchgeführt. Die „Schloßfähre“ erhielt dabei ihr neues Fährzeugnis und ist damit für weitere fünf Jahre für den Betrieb zugelassen.
Wichtige Verbindung über die Elbe
Die Fähren zwischen Kleinzschachwitz und Pillnitz sind ein wichtiger Bestandteil des Verkehrsangebots im Dresdner Osten. Durchschnittlich transportieren sie täglich rund 1.350 Fahrgäste, 110 Fahrzeuge und 340 Fahrräder und stellen damit eine bedeutende Verbindung über die Elbe dar.
Revisionen sichern den langfristigen Betrieb
Die regelmäßigen Revisionen sind heute wichtiger denn je. Die Fähre muss sich zunehmend auf größere und schwerere Fahrzeuge einstellen als noch vor einigen Jahrzehnten. „Das Schiff hatte Ermüdungsrisse – quasi die Falten im Gesicht“, beschreibt DVS-Geschäftsführer Robert Roch die festgestellten Verschleißerscheinungen. Die DVS mbH erbringt die Fährverkehrsleistungen im Auftrag der DVB AG und ist Pächter der Fähranlagen.
Nachhaltig und wirtschaftlich mit der Flotte umgehen
Die Landrevision unterstreicht zugleich den verantwortungsvollen Umgang der Dresdner Verkehrsbetriebe mit ihrer Flotte. „Wir müssen mit unseren Ressourcen sorgsam umgehen, damit wir die Fahrzeuge weiterhin nutzen können“, sagt Robert Roch.
Mit den eigenen Werkstätten verfügen die DVB über das notwendige Know-how, um Busse, Straßenbahnen und Fähren langfristig betriebsfähig zu halten und ihre Lebensdauer zu verlängern. Gerade vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Mittel ist es ein wichtiger Anspruch des Unternehmens, vorhandene Fahrzeuge so lange wie möglich sicher und zuverlässig im Einsatz zu halten. Die regelmäßige Instandhaltung leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.
Blick auf die Antriebstechnik der Zukunft
Bereits heute richten die DVB den Blick auf die Zukunft. Bei einer der nächsten Landrevisionen werden auch Fragen zur langfristigen Antriebstechnik untersucht. Dabei wird unter anderem geprüft, welche Möglichkeiten eine spätere Umrüstung auf alternative und elektrische Antriebssysteme bieten könnte.
