DVB setzt Zeichen für mehr Respekt im Nahverkehr: Gemeinsam für #mehr-Achtung in Bus und Bahn
17.06.2026
Respekt ist die Grundlage für ein gutes Miteinander – auch im öffentlichen Nahverkehr. Deshalb unterstützen die Dresdner Verkehrsbetriebe AG die bundesweite Kampagne #mehrAchtung. Unter dem Motto „Mehr Respekt in Bussen und Bahnen“ machen die DVB deutlich, dass Gewalt und Anfeindungen gegenüber Beschäftigten im ÖPNV keinen Platz haben. Initiatoren der Kampagne sind das Bundesministerium für Verkehr, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und die Deutsche Bahn.
Ausgangspunkt der Kampagne ist der Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Çalar in Rheinland-Pfalz im Februar dieses Jahres. Er wurde während einer Ticketkontrolle attackiert und erlag später seinen Verletzungen. Sein Schicksal steht stellvertretend für viele Beschäftigte, die täglich Verantwortung für einen sicheren und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr übernehmen und dabei zunehmend Anfeindungen und Ge-walt ausgesetzt sind.
Die Motive der Kampagne „Mehr Respekt in Bussen und Bahnen“ sind ab sofort im Fahrgastfernsehen der DVB sowie auf allen weiteren Kommunikationskanälen sichtbar.
Lars Seiffert, DVB-Vorstand für Arbeitswelt und Fahrbetrieb, setzt sich klar für einen respektvollen Umgang ein: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für die Mobilität in Dresden. Sie verdienen Respekt, Anerkennung und vor allem Sicherheit bei ihrer Arbeit. Mit unserer Unterstützung der Kampagne #mehrAchtung machen wir deutlich, dass Gewalt und Respektlosigkeit im Nahverkehr niemals akzeptabel ist.“
Mehr Schutz und Wertschätzung für Beschäftigte
Verbale Anfeindungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe gehören für viele Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr inzwischen zum Arbeitsalltag. Die Zahl und Schwere solcher Vorfälle nehmen zu. Allein zwischen Januar und Oktober 2025 wurden bundesweit 2.987 Mitarbeitende in Bussen und Bahnen Opfer von Straftaten, darunter 324 Fälle gefährlicher Körperverletzung. Bei der DVB sind im vergangenen Jahr acht Personen aufgrund von Tätlichkeiten ausgefallen. „Acht zuviel“, wie Seiffert betont.
Deeskalationstraining für DVB-Mitarbeitende
Als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Konflikt- und Aggressionssituationen hat die DVB gemeinsam mit der Chemnitzer Verkehrs AG das Förderprojekt „SKIP – Sozialkompetenz in der Praxis“ gestartet. „Mit dem Weiterbildungsprogramm statten wir unsere Kolleginnen und Kollegen mit den passenden Werkzeugen und Kompetenzen aus, um Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen und deeskalierend zu handeln“, sagt DVB-Vorstand Seiffert. Die erste Schulungsphase für 500 Fahrdienst- und Kundendienstangestellten dauert anderthalb Jahre und beginnt nach den sächsischen Sommerferien.
Mehr zum Thema auch unter: Für mehr Respekt in Bussen und Bahnen - DVB | Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Die Europäische Union fördert zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales über den Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) das Programm “Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern” in Deutschland.
