Neue Fahrpreise im VVO ab 1. April 2026
31.01.2026 | Tickets
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (ZVOE) hat am 4. Dezember 2025 beschlossen, die Fahrpreise zum 1. April 2026 im gesamten Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) zu erhöhen. Weiter steigende Lohnkosten in Folge neuer Tarifabschlüsse machen eine Tarifanpassung notwendig. Fahrkarten zum alten Preis können bis einschließlich zum 30. Juni 2026 genutzt werden.
Wesentliche Änderungen
Neue Fahrpreise zum 1.4.26 auf einen Blick
- Die Preise für Einzelkarten, Tageskarten und Zeitkarten werden um durchschnittlich 3,3 Prozent angehoben.
- Der Preis vom Zusatzticket „Plus Mitnahme“ erhöht sich auf 12,50 Euro.
- Das Nachtticket und die 9-Uhr-Monatskarte werden ab dem 1.4.2026 nicht mehr verkauft.
- Die Fahrradtageskarte bzw. Fahrradmonatskarte wird umbenannt in: Tageskarte Fahrrad/Hund bzw. Monatskarte Fahrrad/Hund.
- Die Ausgabe von Wochen- und Monatskarten wird nur noch zum sofortigen oder vorausgewählten Fahrtantritt ausgegeben. Dafür wird am Automaten oder in der Verkaufsstelle ein Datum ausgewählt werden müssen. Die Entwertung dieser Tickets entfällt damit.
Im Preis stabil bleiben
- Bildungsticket (15 € pro Monat)
- Deutschlandticket (63 € pro Monat)
- Zusatzticket Plus MOBI (8 € pro Monat)
- Tageskarte Fahrrad/Hund (eine Tarifzone 2,40 €; Verbundraum 3,60 €)
- Monatskarte Fahrrad/Hund (21,60 €)
- Schülergruppenticket (je Person: eine Tarifzone 1,30 €; zwei Tarifzonen 2,60 €; Verbundraum 3,90 €)
- Fahrpreise bei den Fähren und Dresdner Bergbahnen
Für Tickets, die vor dem 1. April 2026 erworben wurden, gelten folgende Übergangsregelungen
- Alle Fahrausweise, die preislich unverändert bleiben, können auch weiterhin verwendet werden.
- Einzelfahrausweise, 4er-Karten, Tages-, Wochen-, Monats- und 9-Uhr-Monatskarten und Nachttickets zum alten Preis werden längstens bis zum 30. Juni 2026 anerkannt.
- Nicht genutzte Fahrausweise zum alten Preis können ab dem 1. April 2026 gegen Wertausgleich in allen Servicezentren der Partnerunternehmen im VVO umgetauscht werden. Die Umtauschmöglichkeit ist befristet bis zum Ablauf des 3. Kalenderjahres nach einer Änderung des VVO-Tarifs.
Weitere Informationen
Neue Preise für Dresden-Pass-Inhabende ab 1. April 2026:
Dresden-Pass-Inhabende können folgende Fahrausweise bzw. Abos erhalten (gilt auch für Schülerinnen und Schüler):
| Ticket | Rabatt je Ticket | Dresden-Pass-Preise bis 31. März 2026 | Dresden-Pass-Preise ab 1. April 2026 |
|---|---|---|---|
| Deutschlandticket | 35 % | 40,95 € | 40,95 € |
| Zusatzticket Plus Mitnahme zum Deutschlandticket | 35 % | 7,48 € | 8,12 € |
| Zusatzticket Plus MOBI zum Deutschlandticket | 35 % | 5,20 € | 5,20 € |
| Abo-Monatskarte Preisstufe A1 (Tarifzone Dresden) | 35 % | 46,67 € | 48,42 € |
| Abo-Monatskarte Preisstufe B (Tarifzone Dresden + 1 Nachbartarifzone) | 35 % auf Dresdner Anteil | 80,27 € | 83,52 € |
| Monatskarte Preisstufe A1 (Tarifzone Dresden) | 25 % | 65,20 € | 69,65 € |
| 4er-Karte | 25 % | 9,15 € | 9,75 € |
Immer teurer? Warum zum 1. April 2026 die Fahrpreise im VVO angehoben werden:
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (ZVOE) hat am 4.12.2025 beschlossen, die Fahrpreise im Verkehrsverbund OberelbeVVO zum 1.4.2026 um durchschnittlich 3,3 Prozent zu erhöhen. Insbesondere die neuen Lohntarifabschlüsse sowie weiterhin hohe Kosten für Material und Energie machen eine Tarifanpassung der Tickets im VVO-Tarif notwendig.
Insgesamt ist die Gestaltungsmöglichkeit des VVO beim Tarif deutlich gesunken: Nur noch 40 Prozent der Einnahmen kann die Verbandsversammlung über Fahrpreisanpassungen direkt beeinflussen. Mit den Fahrgeldeinnahmen decken die Verkehrsunternehmen im VVO nur einen Teil der Kosten, die für Kraftstoffe, Energie, Personal und Material entstehen. Zusätzlich erhalten die Verkehrsunternehmen finanzielle Mittel von den Landkreisen und kreisfreien Städten für Busse und Straßenbahnen, vom VVO für den Zugverkehr sowie vom Freistaat Sachsen zur Förderung ausgewählter Investitionen und zum Ausgleich ermäßigter Schülerfahrkarten.
Angesichts steigender Kosten und unzureichender Zuschüsse prüfen die Verkehrsunternehmen regelmäßig erforderliche Anpassungen der Fahrpreise. Dazu kommen Vertreter der Unternehmen regelmäßig zusammen und diskutieren gemeinsam über die Entwicklung des VVO-Tarifs. Dabei hat jedes Unternehmen auch eigene Schwerpunkte. Für die einen ist der Preis der Abo-Monatskarte für eine Zone wichtig, für die anderen die Familientageskarte für den Verbundraum.
Der VVO ist dabei vor allem Vermittler und berechnet die von den Verkehrsunternehmen vorgeschlagenen Tarifmodelle. Die Einnahmen selbst kommen ausschließlich den Unternehmen für deren Angebot zugute. Wenn sich die Unternehmen auf neue Preise geeinigt haben, werden diese der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vorgelegt. Hier entscheiden die politischen Vertreter der Landeshauptstadt und der Landkreise, ob der Vorschlag ausgeglichen und notwendig ist.
