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Häufig gestellte Fragen

Foto von DVB Mitarbeitern, welche einem Fahrgast mit Stadtkarte den Weg erläutern

Fahrkarten und Tarife

Wo gibt es Tickets?

Tickets für unsere Fahrzeuge können Sie an folgenden Stellen erwerben:

  • in der App DVB mobil als HandyTicket auf Ihr Smartphone
  • an den Ticketautomaten an 145 Haltestellen
  • in allen Straßenbahnen am Ticketautomaten (Hinweis: keine Bezahlung mit Scheinen möglich)
  • in allen Bussen bei unseren Fahrern
  • in unseren Servicepunkten und in unserem Kundenzentrum
  • in unseren Verkaufsagenturen (Geschäfte wie Bäcker oder Zeitschriftenläden, erkennbar am DVB-Logo an der Tür)
  • Hotels

Was bedeuten die Zahlen des Entwerterstempels?

Einsteigen, entwerten und losfahren. Ein sich täglich tausendfach wiederholender Vorgang in unseren Fahrzeugen. Doch was will uns der Entwerteraufdruck sagen? Hier finden Sie die Antwort.

Sie besitzen zum Beispiel eine Abo-Monatskarte oder ein Jobticket für die Tarifzone Dresden und möchten in eine andere Tarifzone fahren. Wann können Sie ihre zusätzliche Fahrkarte entwerten?

Entwerten Sie Ihre zusätzliche Fahrkarte bereits zum Fahrtantritt in der Tarifzone Dresden. Die Fahrzeit des Tickets verlängert sich in diesem Fall. Bei einer Kontrolle sind beide Fahrkarten vorzuzeigen.

Ist es möglich, die Zahlung einer Abo-Monatskarte für einen Monat ruhen zu lassen?

Das Aussetzen der Abbuchungen der Monatskarte ist bei arbeitsbedingten Einsätzen in anderen Städten oder bei stationären Aufenthalten (zum Beispiel Gesundheitskuren) mit entsprechendem Nachweis möglich.

Betriebsablauf

Wann lässt der Fahrer noch zusteigen?

Grundsätzlich ist unser Fahrpersonal angehalten, noch ankommende Fahrgäste einsteigen zu lassen.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn es die jeweilige Situation zulässt und dadurch keine Verzögerungen entstehen. An vielen der Lichtzeichenanlagen gibt es für unsere Fahrzeuge immer nur eine kurze „Freiphase“. Technisch bedingt benötigt eine Straßenbahn von der Freigabe bis zur tatsächlichen Abfahrt noch einmal sechs bis acht Sekunden. Ermöglicht der Fahrer heraneilenden Fahrgästen noch den Zustieg, muss er dann bis zum nächsten „Grün“ bis zu zwei Minuten warten. Dadurch können leicht Verspätungen entstehen bzw. bereits bestehende noch erhöht werden, was wiederum dazu führt, dass in der Bahn befindliche Fahrgäste evtl. andere Verkehrsmittel  verpassen. Im Detail sind also neben sicherheitsrelevanten Aspekten die Taktzeiten und die Zugfolge, die Fahrplanlage des jeweiligen Fahrzeugs, die Signale an den Lichtzeichenanlagen und die konkrete Situation vor Ort zu beachten. Letztendlich stellen sowohl die Fahrplaneinhaltung als auch der noch zu ermöglichende Fahrgastwechsel für uns wichtige Kundendienstaspekte dar, die sich manchmal gegenseitig leider ausschließen. Auch aus diesem Grund bieten wir im Tagesverkehr einen 10-Minuten-Grundtakt an, wodurch sich zumutbare Wartezeiten ergeben.

TIPP: Wir empfehlen Ihnen, wenn möglich, sich circa zwei Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit an der Haltestelle einzufinden. Auf diese Art beginnt Ihre Fahrt bereits stressfrei.

Warum fährt der Straßenbahnfahrer nicht los, obwohl er „grün“ hat?

Straßenbahnen fahren nach der normalen Signalanlage (rot, gelb, grün). An besonderen und größeren Kreuzungen haben sie eigene Signale (Balken, Punkte und Dreiecke). So kann es sein, dass es grün ist, aber der Bahnfahrer noch „Halt“ auf einem eigenen Signal gezeigt bekommt.

Warum schließen die Türen an der Straßenbahn, obwohl noch jemand einsteigen will?

Die Türen der Niederflur-Stadtbahnwagen verfügen über eine zeitgemäße Türautomatik, die den  Fahrgastwechsel sicher, schnell und komfortabel regelt. Im Normalfall geben die Fahrer an der Haltestelle die Türen zum Öffnen per Taster durch die Fahrgäste frei. Eine freigegebene Tür erkennt man an dem grün leuchtenden Ring im „Türöffner“. Das Betätigen einer Haltewunschtaste im   Fahrzeug führt dazu, dass die jeweils nächstgelegene Tür bei Freigabe automatisch öffnet. Die geöffnete Tür wird durch eine Lichtschranke überwacht und schließt automatisch, d. h. unabhängig vom Fahrer, wenn sich einige Sekunden lang kein Fahrgast mehr im Türbereich befindet. Diese Automatik erkennt natürlich nicht, ob sich noch jemand der Bahn nähert und einsteigen möchte. Solange die Türen freigegeben sind und der grüne Ring leuchtet, kann die Tür jedoch immer wieder neu geöffnet werden.

Kurz vor der Abfahrt nimmt der Fahrer die Freigabe zurück, es erklingt der bekannte Dreiklang-Gong, der grüne Ring erlischt und die Türen bleiben geschlossen. Wenn die Ampel „frei“ zeigt muss der Fahrer abfahren, auch wenn dabei leider mal ein Fahrgast, der in letzter Sekunde gelaufen kommt, nicht mehr mitgenommen werden kann. Die in der Bahn Sitzenden erwarten aber eine pünktliche Abfahrt. Nur so können geplante Anschlüsse erreicht werden. Bei starkem Andrang und sommerlichen Temperaturen kann der Fahrer auch alle Türen zentral öffnen und gegebenenfalls bis zur Abfahrt offen halten. In der kälteren Jahreszeit würde dies aber zu einem ständigen Auskühlen der Fahrzeuge führen, weshalb die Türautomatik im Regelfall die komfortable Lösung ist.

TIPP: Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen und Fahrgästen mit Kinderwagen oder Fahrrad empfehlen wir, den Taster mit dem Rollstuhl- und/oder Kinderwagensymbol zu drücken. So wird ein automatisches Schließen der Türen verhindert und ein bequemes Ein- und Aussteigen gewährleistet.

Was ist bei den Bahnübergängen in Dresden zu beachten?

Bahnübergänge (BÜ) sind alle Überfahrten für Fahrzeuge und Radfahrer sowie Überwege für Fußgänger über separierte Gleisanlagen (Bahnkörper) der Straßenbahn. In der Art und Form der Signalisierung gibt es wesentliche Unterschiede für Fahrzeugverkehr und Fußgänger. Auf diese möchten wir hier näher eingehen. Das einfachste Erkennungsmerkmal eines BÜ ist das „Andreaskreuz“. Hier haben Straßenbahnen stets den Vorrang gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern.

An Haltestellen queren meist nur Fußgänger die Straßenbahntrassen. Weil hier auf das Andreaskreuz verzichtet werden kann, sind grundsätzlich Tafeln mit den Sinnbildern „Vorrang Straßenbahn beachten“ aufgestellt, um Fußgänger darauf aufmerksam zu machen, dass eine Bahnanlage überquert wird. Hier müssen Fußgänger immer dieselbe Aufmerksamkeit walten lassen, als wenn sie beispielsweise eine Straße überqueren wollen.

Neben einfachen Schildern wird an vielen Stellen zusätzlich mit Lichtsignalen Aufmerksamkeit erzeugt. Gegenüber „normalen“ Fußgängerampeln gibt es hier Besonderheiten: Quert der Fußweg an einer ampelgeregelten Kreuzung die Bahntrasse, dann wird dieser Überweg oft nur mit roten Lichtsignalen versehen. Hier gibt es dann keine grünen Lichtzeichen, weil der Vorrang der Straßenbahn auch bei dunklem Signal gilt. Überwege können auch mit sogenannten „gelben Springlichtern“ ausgerüstet sein. Diese Springlichter blinken dann wechselseitig und sind eine zusätzliche Warnung für den Fußgänger vor der Annäherung einer Straßenbahn bzw. eines Busses.

Achtung: Im Ausgangszustand sind alle Lichtsignale an Bahnübergängen dunkel. Dies heißt aber nicht, dass für Fußgänger „grün“ ist, also keine Bahn kommen kann.

Beim Queren von Gleisanlagen ist stets größte Aufmerksamkeit geboten! Auch bei dunklen Lichtsignalen muss mit sich nähernden Straßenbahnen oder Bussen gerechnet werden. Wenn sich ein Verkehrsmittel nähert, liegt die Wartepflicht grundsätzlich immer beim Fußgänger, auch bei dunklen Signalen (§ 19 StVO).

Müssen Fahrräder für Kinderwagen und Rollstühle Platz machen?

Die Fahrradmitnahme in den öffentlichen Verkehrsmitteln stellt eine besondere Serviceleistung unseres Unternehmens dar und wird in fast allen Nahverkehrsmitteln der Region Oberelbe praktiziert. Natürlich darf dadurch die Ordnung und Sicherheit nicht beeinträchtigt werden. Der § 11 in den Beförderungsbedingungen besagt, dass Fahrgäste mit Kinderwagen sowie Rollstuhlfahrer möglichst nicht zurückgewiesen werden sollen und im Vergleich zur Beförderung von Fahrrädern den Vorrang haben. Andererseits, wenn sich bereits ein Fahrrad in dem Verkehrsmittel befindet, kann der Besitzer einschließlich des Rades nicht aus dem Fahrzeug verwiesen werden, weil mit ihm ein Beförderungsvertrag abgeschlossen wurde.

TIPP: Während Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen in der Regel die erste (beim Bus die zweite) Tür benutzen sollten, finden Fahrgäste mit ihrem Fahrrad auf den hinteren Stellflächen der Stadtbahnen und Gelenkbusse einen guten Platz.

Woran erkenne ich, dass meine Linie aktuell eine Umleitung fährt?

Damit Sie gleich erkennen, wenn Busse und Bahnen, zum Beispiel aufgrund von Bauarbeiten anders fahren als üblich, haben wir hier die wichtigsten Umleitungs-Erkennungsmerkmale auf einen Blick:

  • Das orangefarbige Linienschild auf den Haltestellen.
  • Der Stufenpfeil in der digitalen Fahrtzielanzeige der Verkehrsmittel.
  • Der orangefarbige Fahrplanaushang für die betroffenen Linien an den Haltestellen.

Bitte beachten Sie außerdem die Informationen an den Haltestellen sowie in der Tagespresse.

Wie informiere ich mich über Störungen auf meiner genutzten Verbindung?

Trotz aller Sorgfalt können immer wieder unvorhersehbare Ereignisse (Verkehrsunfälle, Staus,  Fahrzeugschäden etc.) zu Verspätungen oder im Extremfall zu Ausfällen einzelner Fahrten führen. Über solche kurzfristigen Störungen kann leider nicht in der Fahrplanauskunft auf unserer Webseite informiert werden, da diese lediglich auf die sogenannte „Soll-Zeit“, das heißt auf die geplanten Fahrplanzeiten, zugreift.

Stehen Sie bereits an der Haltestelle, so zeigt Ihnen, sofern vorhanden, die elektronische Tafel des sogenannten Dynamischen Fahrgastinformationssystems (kurz: DFI) hingegen die „Ist-Zeiten“ und damit die tatsächlichen Abfahrtszeiten an. Doch wir möchten Sie nicht erst an der Haltestelle über Störungen informieren und riskieren, dass Sie sich die Beine in den Bauch stehen. Aus diesem Grund haben wir für Sie zusammengestellt, wie Sie sich rechtzeitig informieren können, damit Sie stressfrei Ihre Ziele erreichen.

Schnelle Infos auf Ihr Handy!

Seit November 2010 informieren wir via Twitter sowohl über geplante Umleitungen als auch über kurzfristige Störungen. Das Medium eignet sich besonders, um Sie schnell und unmittelbar bei witterungsbedingten Ausfällen durch Schnee, Kälte oder anderweitigen Behinderungen im Streckennetz in Kenntnis zu setzen. Verfügen Sie selbst über ein Twitter-Account, können Sie uns folgen und erhalten so immer die neusten Meldungen. Unseren Twitterkanal finden Sie unter  www.twitter.com/dvbag.

App und mobile Website

Aktuelle Informationen bieten wir Ihnen ebenfalls per App oder über die mobile Website an. Hier können sich alle Smartphone-Besitzer komfortabel über Fahrplanzeiten informieren. Unter dem Menüpunkt Aktuelle Abfahrten können Sie sich für jede beliebige Haltestelle die Echtzeit-Abfahrtszeiten der dort fahrenden Verkehrsmittel anzeigen lassen. Auch die nächstgelegene Haltestelle kann automatisch geortet werden. So sind weder Ortskenntnis bzw. umständliches Eintippen notwendig. Voraussetzung ist natürlich, dass das Smartphone über einen integrierten Ortungschip verfügt. Die mobile Website ist unter der Internetadresse m.dvb.de aufrufbar. Die App DVB mobil steht bei Google Play bzw. im App Store zum Download bereit.

Anruf beim Servicetelefon +49 351 8571011

Es ist natürlich auch möglich, unser Servicetelefon unter + 49 351 8571011 anzurufen. Dort können Sie zum Beispiel erfragen, ob auf Ihrer genutzten Linie Störungen vorliegen.

Woran liegt es, dass auf manchen Linien Verspätungen öfter vorkommen?

Gerade im Berufsverkehr kommt es auf manchen Linien wiederholt zu Verspätungen. Da das Verkehrsaufkommen täglich wechselt, kann der Fahrplan daran nur bedingt angepasst werden. Aktuell arbeiten wir zusammen mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden an intelligenten Ampelschaltungen, die unsere Verkehrsmittel auch in verkehrsreichen Tageszeiten gut voranbringen sollen.

Wann werden Fahrplanänderungen vorgenommen?

Generell gibt es ein- bis zweimal im Jahr Anpassungen am Fahrplan. Was einfach klingt, ist eine Mammutaufgabe. Für jede Maßnahme oder Veranstaltung muss der Fahrplan angepasst oder neu erstellt werden. Dabei geht es einerseits um das Optimieren der Fahrpläne im unternehmerischen Sinn und andererseits um zufriedene Kunden und Mitarbeiter. Gerade im Berufsverkehr sorgt das auf manchen Linien wiederholt für Verspätungen. Da das Verkehrsaufkommen täglich wechselt, kann der Fahrplan darauf nur bedingt angepasst werden. Unsere Mitarbeiter der Abteilung Fahr- und Dienstplanung kümmern sich aber täglich darum, dass Verbindungen bei wiederkehrenden und gravierenden Unregelmäßigkeiten überdacht und verbessert werden.

Was passiert, wenn der Strom bei der Straßenbahn ausfällt?

Sollte der Strom in der Oberleitung der Straßenbahn tatsächlich einmal ausfallen, bekommt der Mitarbeiter in der Energieleitstelle der DVB sofort eine Fehlermeldung. Daraufhin schickt er seine Kollegen des Reparaturdienstes los, um den Defekt zu beheben. Sollte sich eine Straßenbahn im betroffenen Abschnitt befinden, bleibt diese tatsächlich stehen. Die Bremsen funktionieren ohne Strom. So kann die Bahn in jeder Situation, auch am Berg, sicher halten. Über eine spezielle Entriegelung kann der Fahrer die Türen öffnen und die Fahrgäste aussteigen lassen. Unser Fahrpersonal ist entsprechend geschult, wie es sich in einer solchen, sehr seltenen Situation zu verhalten hat.

Warum fährt mir beim Umsteigen meine Bahn oder mein Bus vor der Nase weg, obwohl mir die Fahrplanauskunft diese Verbindung angezeigt hat?

Immer wieder erreichen uns Hinweise unserer Kunden, dass sie sich in der Verbindungsauskunft eine bestimmte Fahrt „A nach B“ ausgesucht haben und als sie schließlich umsteigen wollten, das Anschlussverkehrsmittel leider nur noch von hinten gesehen haben. Oft steht man auch an der Ampel und diese schaltet einfach nicht rechtzeitig auf Grün, was ein Verpassen der Anschlussbahn zur Folge hat. Daher möchten wir an dieser Stelle aufklären, dass es sich bei den in der Verbindungsauskunft angezeigten Fahrtwegen und Umstiegen nur um Empfehlungen handelt. Es wird das Anschlussverkehrsmittel angezeigt, das laut „Soll-Fahrplan“ theoretisch erreicht werden kann, sofern es keine Abweichungen vom Fahrplan der jeweiligen Linien gibt.

Es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass ausgerechnet das Fahrzeug, in dem Sie gerade sitzen, nicht pünktlich an Ihrem gewünschten Zwischenziel ankommt. Auch als öffentliche Verkehrsmittel sind wir lediglich ein Verkehrsteilnehmer unter vielen anderen und müssen uns, genau wie jeder PKW-Fahrer, den alltäglichen Problemen im Dresdner Stadtverkehr stellen. Unsere Fahrer geben ihr Bestes, um Verspätungen und verfrühte Abfahrten zu vermeiden. In unserer Verkehrsplanung wird manche Verbindung bei wiederkehrenden und gravierenden Unregelmäßigkeiten überdacht und verbessert. Denn selbstverständlich ist es unser Anspruch,  möglichst viele Straßenbahn- und Buslinien an gemeinsamen Haltestellen aufeinander abzustimmen und sogenannte Übergangsbeziehungen herzustellen.

Viele Verspätungen entstehen im alltäglichen Stadtverkehr, ohne dass wir oder unsere Fahrer darauf Einfluss haben:

  • LKW beliefern häufig Geschäfte und blockieren Fahrspuren oder Gleise.
  • Parkende Autos versperren die Spur.
  • Eine größere Touristengruppe kauft das Ticket beim Busfahrer.
  • Baustellen führen zu zähflüssigem Verkehr oder sogar zu Stau.
  • Der Berufsverkehr oder auch ein verstärkter Verkehr aufgrund einer Veranstaltung verstopft die  Straßen.
  • Ein Rettungswagen steht auf den Schienen/auf der Fahrbahn.

Was ist „alita“?

Zu bestimmten Uhrzeiten und auf Linienabschnitten mit sehr geringer Nachfrage bieten wir ein sogenanntes Anruflinientaxi als Ersatz für reguläre Busse und Straßenbahnen an. Wir nennen dies kurz „alita“.

Wer kann dieses Angebot nutzen?

Jeder, denn für die Nutzung ist lediglich ein gültiger Fahrausweis (auch Monats- und Jahreskarten) erforderlich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine  Einzelfahrt zum VVO-Tarif direkt beim Taxifahrer zu kaufen.

Woran erkenne ich das alita?

Sie erkennen im Fahrplanaushang ganz einfach, ob derzeit ein alita auf Ihrer Linie fährt. Hinter der Abfahrtszeit ist immer ein „T“ vermerkt. In der Verbindungsauskunft steht „Linientaxi alita“ und dann die jeweilige Linie. Im Fahrplanbuch ist das alita-Symbol (TAX) bei den betreffenden Fahrten hinterlegt. Das entsprechende Taxi hat dann ein alita-Schild im Fahrzeug ausliegen. So erkennen Sie „Ihr Taxi“ auf den ersten Blick.

Wann kommt ein alita?

Das alita fährt ausschließlich bei Bedarf. Bitte bestellen Sie es mindestens 20 Minuten vor der gewünschten Abfahrtszeit entweder über unser Servicetelefon +49 351 8571111 oder persönlich beim Bahn- oder Busfahrer, mit dem Sie vorher unterwegs sind. Das Taxi holt Sie dann an Ihrer gewünschten Haltestelle ab.

Wir bitten Sie, folgende Angaben bei Ihrer alita-Bestellung zu nennen:

  • die betreffende alita-Linie
  • Ihre Start- und Zielhaltestelle
  • die gewünschte Abfahrtszeit laut Fahrplan
  • Ihren Namen
  • Besonderheiten, wie z. B. Kinderwagen oder Gruppen

Nutzen Sie in der Woche mehrmals ein alita, können Sie auch eine Sammelbestellung aufgeben. Unsere alita-Linien und Einsatzzeiten finden Sie hier.

Sie oder Ihr Kind haben etwas verloren?

Im Eifer des Alltags kann das schon mal passieren. Mit etwas Glück wurde das Lieblingsplüschtier Ihres Kindes oder Ihr Portemonnaie bei uns abgegeben. Ist das der Fall, werden die Fundsachen aus unseren Fahrzeugen oder Objekten durch uns erfasst und innerhalb von 24 Stunden an das städtische Fundbüro übergeben. Bitte rufen Sie uns an: +49 351 857 1011. Wir versuchen, Ihnen zu helfen und Ihr verlorenes Eigentum wiederzufinden.

Fahrzeugausstattung

Warum gibt es in den Fahrzeugen der DVB keine Klimaanlagen?

Im Sommer wird uns häufig diese Frage gestellt – und angesichts drückender Hitze scheint es auch keine nachvollziehbare Erklärung zu geben. Auch wir haben uns wieder diesem Thema zugewandt. Dabei stehen wir im Zwiespalt zwischen Komfort und Kundenbedürfnissen sowie Energiebilanz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Klimaanlagen sind heutzutage vielfach eine Selbstverständlichkeit und bei steigenden Temperaturen angenehm. Allerdings sind sie nur an wenigen Tagen im Jahr wirklich nützlich, die meiste Zeit stellen sie dagegen nur Ballast dar, welcher bewegt werden muss. Allein durch das zusätzliche Gewicht steigen der Energieverbrauch an Fahrstrom bzw. Dieselkraftstoffen und damit auch die CO2-Belastungen. Die Klimaanlagen selbst benötigen sehr viel Energie. Energieverbrauchsmessungen anderer Verkehrsunternehmen haben ergeben, dass bei einer Außentemperatur von circa 30 °C der Energiebedarf für die Klimatisierung bereits die Hälfte des Energiebedarfs für das Fahren benötigt. Im Stadtverkehr ist der Energieverbrauch besonders problematisch, da bei den kurzen Haltestellenabständen durch die geöffneten Türen ein ständiger Austausch von gekühlter durch warme Luft erfolgt, welche dann wiederum mit hohem Energieaufwand gekühlt werden muss. Eigentlich kontraproduktiv, wenn wir im Sinne von  Klimaschutz und Energiewende beispielsweise mit unseren Hybridbussen oder energiesparender Fahrweise Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.

Zu Versuchszwecken haben wir seit 2011 einen Solaris Urbino 12 mit einer völlig neuartigen Klimaanlage ausgerüstet. Der elektrische Antrieb des Klimaverdichters kann bedarfsgerecht gesteuert werden. Ferner verhindert die hermetisch geschlossene Bauart des Kältesystems, ähnlich einem Kühlschrank, den ständigen Verlust von klimaschädlichen Kältemitteln.

Bushersteller sind gefragt

Da das 24-Volt-Bordnetz nicht die Leistungsfähigkeit hat, um ein solches Klimatisierungssystem anzutreiben, muss an den Dieselmotor ein Hochstrom-Generator angeschlossen werden. Derzeit sind aber nur Pototypen dafür am Markt verfügbar. Die Erfahrungen aus dem Testbetrieb der DVB sind dennoch sehr bedeutsam für die Überführung der Technologie in die Serie. Erst wenn solche Anlagen serienmäßig zu vertretbaren Kosten beschaffbar sind, soll bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen eine Ausrüstung erfolgen. Deshalb haben unsere Techniker bei der Erstellung einer Empfehlung für zukünftige Klimatisierungssysteme für deutsche Verkehrsunternehmen mitgewirkt. Damit soll ein höheres Maß an Standardisierung erreicht und die Entwicklung innovativer Klimatisierungssysteme durch die Hersteller begünstigt werden.

Solange Klimaanlagen keine befriedigende Energie- und Kosteneffizienz bieten, müssen wir trotz Sommerhitze einen kühlen Kopf bewahren und uns der aktiven Belüftung mittels Klappfenster und Dachlüfter bedienen.

Wie erfolgt der Ein- und Ausstieg an den Türen 3 und 4 im Gelenkbus? 

Die ersten beiden Türen im Bus werden immer vom Fahrpersonal geöffnet und geschlossen. Bei den Türen 3 und 4 verhält sich das anders, sie öffnen und schließen sich unbeeinflusst vom Fahrer. Damit die Tür aufgeht, muss hier grundsätzlich der entsprechende Haltewunschknopf gedrückt werden. Der Schließvorgang erfolgt bei diesen Türen dann nach wenigen Sekunden automatisch, sobald die Sensoren registrieren, dass sich kein Fahrgast mehr zwischen den Türflügen befindet. Trifft die sich schließende Bustür auf ein Hindernis, so öffnet sie sich automatisch wieder. Dadurch sind Verletzungen durch das Einklemmen von Personen weitgehend ausgeschlossen. In vollen Bussen ist es wichtig, den Türbereich freizuhalten, weil sich sonst die Türen nicht schließen und der Bus nicht  abfahren kann.

Kann ich meine Fahrkarte beim Busfahrer kaufen?

Bitte erwerben Sie Ihre Tickets möglichst vor Fahrtantritt an einem unserer Fahrkartenautomaten an den Haltestellen, in unseren Servicepunkten sowie jederzeit und überall mit Ihrem Smartphone als HandyTicket. Darüber hinaus bieten immer mehr Geschäfte und Hotels Fahrscheine an.

Notfalls haben Sie die Möglichkeit, auch beim Busfahrer Einzelfahrscheine und Tageskarten für den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) zu kaufen. Beachten Sie bitte, dass im Fahrzeug nicht alle Fahrscheinarten verfügbar sind. Damit der Kauf reibungslos klappt, bitten wir Sie

  • an der ersten Tür einzusteigen,
  • den Geldbetrag möglichst passend bereitzuhalten (50 €-Geldscheine und größer können nicht gewechselt werden!) sowie
  • das Wechselgeld vom Busfahrer sofort zu kontrollieren.

Der Busfahrer hat nicht immer ausreichend Wechselgeld in seiner Kasse. Falls Sie doch einmal das Geld für die Fahrkarte nicht passend haben und dem Busfahrer ausreichend Wechselgeld fehlt, bitten Sie doch die anderen Fahrgäste um Mithilfe. Andernfalls kann der Busfahrer auch eine sogenannte Wechselgeldquittung ausstellen, die Sie dann in einem unserer Servicepunkte einlösen können. Sie bekommen dort Ihr Wechselgeld ausgezahlt.

Beim Busfahrer erworbene Tickets (außer das Nachtticket) sind generell bereits entwertet und müssen nicht zusätzlich gestempelt werden.

In der Straßenbahn sind in der Nähe der zweiten Tür kleine Fahrkartenautomaten zu finden. Diese bieten Ihnen ein begrenztes Fahrkartensortiment zum sofortigen Fahrtantritt. Bitte beachten Sie, dass diese Automaten nur Münzgeld annehmen.

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten des Fahrscheinerwerbs finden Sie unter Wo gibt es Tickets?

Wie können die Platzkapazitäten besser ausgeschöpft werden?

In den kalten Wintermonaten rückt man wieder näher zusammen. Dies gilt – besonders zur Adventszeit – leider auch in unseren Fahrzeugen. Steigende Fahrgastzahlen, der Umstieg vom Fahrrad auf die Öffentlichen und die zusätzlichen Wege zum Weihnachtseinkauf oder Weihnachtsmarkt-Bummel sind die Hauptursachen dafür. Außerdem führt der Anstieg der Schülerzahlen in jedem Schuljahr zu einzelnen Engpässen.

Auch wenn wir den höheren Bedarf sehr genau beobachten, um möglichst zeitnah darauf zu reagieren, ist es im Sinne eines wirtschaftlichen Fahrzeugeinsatzes und des verantwortungsvollen Umgangs mit den Fahrgeldeinnahmen nicht immer möglich, zusätzliche Fahrten anzubieten. Deshalb können wir bei hohem Fahrgastaufkommen nicht die gleichen, komfortablen Platzverhältnisse anbieten wie sie zu anderen Zeiten vielfach liebgewordene Gewohnheit waren. Zunächst gilt es, wirklich alle Sitzplätze im Fahrzeug auszulasten und nicht mit Taschen oder Rucksäcken zu belegen.

Bei der maximalen Kapazitätsauslastung unserer Fahrzeuge gehen wir von einer Obergrenze der Stehplätze von drei Personen je Quadratmeter aus und unterschreiten damit bewusst den branchenüblichen Wert von 4 Personen/m². Dass wir mit unseren Vorgaben insgesamt „richtig fahren“, zeigt die höchste Zufriedenheit mit dem Platzangebot im Fahrzeug im Kundenbarometer-Vergleich mit anderen Verkehrsunternehmen.

Wenn es voll wird in Bahn oder Bus, bitten wir Sie um vermehrte Rücksichtnahme: Ein Mitreisender wird es Ihnen danken, wenn er neben Ihnen Platz nehmen darf. Bleiben Sie auch nicht unmittelbar an den Türen stehen, damit andere Fahrgäste zügig ein- und aussteigen können und keine zusätzlichen Verspätungen entstehen.

Wir bitten darum, dass alle Fahrgäste im Fahrzeug durchrücken, damit der gesamte verfügbare Platz in unseren Verkehrsmitteln ausgenutzt werden kann. Wenn Sie freundlich darum bitten, ermöglichen Ihnen die anderen Kunden garantiert den Gang zur Tür. Bitte nehmen Sie Ihre Rucksäcke und Schüler Ihre Ranzen vor dem Betreten der Verkehrsmittel ab und blockieren Sie mit Ihrem Gepäck keine Plätze. Orientieren Sie sich auch auf den mittleren und hinteren Teil eines Fahrzeugs. Nicht selten ist zu beobachten, dass im vorderen Bereich dichtes Gedränge herrscht, während es ganz hinten oder in der Mitte noch freie Sitzplätze gibt.

Wie funktioniert die Innenbeleuchtung in Straßenbahnen und Bussen?

Viele Fahrgäste nutzen die Zeit in unseren Verkehrsmitteln zum Lesen. Dafür sollte es in den  Fahrzeugen ausreichend hell sein.

Es werde Licht in der Straßenbahn…

Grundsätzlich steuert ein Helligkeitssensor die Beleuchtung in den Straßenbahnen automatisch. Den Wert, ab dem die Beleuchtung aktiviert beziehungsweise deaktiviert wird, legt der Hersteller fest. Unsere Straßenbahnfahrer haben unabhängig davon die Möglichkeit, bei Bedarf das Licht selbstständig für das gesamte Fahrzeug einzuschalten.

Es werde Licht im Bus…

Im Gegensatz zur Straßenbahn wird beim Bus die Beleuchtung ausschließlich manuell bedient. Somit regelt dies der Busfahrer. In einigen Bussen kann der Fahrer zwischen zwei Helligkeitsstufen der Beleuchtung auswählen. Aus Sicherheitsgründen, insbesondere um ein Spiegeln in der Frontscheibe zu vermeiden, kann das Fahrpersonal die beiden vorderen Leuchten separat ein- und ausstellen.

Wie häufig werden die Straßenbahnen und Busse gereinigt?

Unser Unternehmen hat den Qualitätsanspruch, nur gereinigte Fahrzeuge im Linienbetrieb einzusetzen. Dazu werden die Innenräume aller Straßenbahnen und Busse in der Nacht gewischt und die Griffstangen sowie die Windfänge und Fensterkonsolen feucht gesäubert. Darüber hinaus putzen wir etwa aller zwei Wochen die Fenster. Eine Großreinigung mit Fußbodenversiegelung und  Polstersäuberung findet aller sechs bis acht Wochen statt. Jede Art des „Saubermachens“ wird nach dem täglichen Einsatz, vornehmlich in den Nachtstunden durchgeführt. Mit diesem Reinigungsintervall setzen wir einen deutlich höheren Standard, als es sonst im städtischen Nahverkehr üblich ist. Bei Auftreten besonderer Verschmutzungen während der Fahrt tauschen wir das Fahrzeug, sofern ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung steht, umgehend aus und reinigen es  aufwendig. Ihre Unterstützung ist uns wichtig.

Leider beobachten wir zunehmend, dass manche Fahrgäste ihre gute Kinderstube missachten und unsere Fahrzeuge beispielsweise mit Kaugummi, Getränken oder Speiseresten verunreinigen. Zurzeit rufen wir zu mehr Rücksichtsnahme in unseren Bahnen und Bussen auf.

Wozu gibt es Videokameras in Bahnen und Bussen?

Unsere Bahnen und Busse sind mit Kameras ausgestattet. Die Videotechnik dient ausschließlich der Verhinderung und Aufklärung von Straftaten. Tatsächlich sind Vandalismus und Auseinandersetzungen in unseren Fahrzeugen seit der Einführung der Kameras merklich zurückgegangen.

Dürfen die Mitschnitte zum Wiederfinden von verlorenen Sachen eingesetzt werden?

Nein. Aus technischen Gründen werden im Normalfall die Videos nach 24 Stunden gelöscht. Mitarbeiter der DVB haben keine Möglichkeit, die Videoaufnahmen einzusehen. Dieses Recht bleibt im Verdachtsfall der Polizei vorbehalten. Um Filmmaterial auszuwerten, muss also aus datenschutzrechtlichen Gründen ein Straftatverdacht vorliegen. Bei einem liegengelassenen Kleidungsstück oder Telefon darf keine Videoanalyse durchgeführt werden. Kommt es trotz der ausgewiesenen Videoüberwachung zu einem Diebstahl und wird dieser erst nach dem Verlassen der Bahn bemerkt, muss zuallererst die Polizei kontaktiert werden. Diese setzt sich anschließend mit uns in Verbindung, um die Aufnahmen zu sichern.

Kann das Fahrpersonal den Fahrgastraum permanent überwachen?

Nein. Unsere Fahrer können lediglich in kritischen Fällen elektronische Marker setzen, damit das Video längere Zeit gespeichert wird. So werden Indizien gegen potentielle Straftäter gesichert. Die Hauptaufgabe unseres Fahrpersonals besteht natürlich in der unfallfreien Beförderung der Fahrgäste. Die Monitore in den Fahrerkabinen unserer Bahnen schalten sich nur an den Haltestellen automatisch ein. Je nach Anzahl der im Fahrzeug verteilten Kameras wechselt das Bild. Die Monitore schalten sofort ab, wenn sich der Straßenbahnzug in Bewegung setzt und der Fahrer widmet sich wieder dem Verkehrsgeschehen.

Was bedeutet das kleine Schild in Bahn oder Bus rechts beim Fahrer?

Das ist unsere Kursnummer. Es dient dazu, die einzelnen Wagen einer Linie unterscheiden zu können. Damit wissen die Fahrer, welche Bahn sie auf der Straße übernehmen müssen. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn Fahrgäste auf der Suche nach Fundsachen oder für ein Kundenanliegen den Kurs angeben können.

Warum sind unsere Busse nicht mit Xenonscheinwerfer ausgestattet?

Im Linienbus sind Xenonscheinwerfer unüblich, da die öffentliche Straßenbeleuchtung bereits für eine gute Grundausleuchtung sorgt. Bei unseren H7-Leuchtmitteln verwenden wir Long Life-Qualität. Diese sind genauso zuverlässig wie Xenonscheinwerfer.

Warum wankt die Straßenbahn manchmal nach dem Stillstand?

Das Wanken kommt nur bei der ersten Stadtbahnwagengeneration vor. Beim Typ NGT 6 DD wird das Einstiegsniveau hydraulisch auf Höhe gehalten. Wenn der Sensor für diese Niveauregulierung den genauen Punkt nicht sofort findet, sucht die Regulierung einen Fixpunkt. Dann wankt es. Spätestens mit dem Losfahren endet die sanfte Schaukelei.

Warum werden für die Linien 62 keine Hängerzüge beschafft?

Bereits 2014 testeten wir einen 23 Meter langen Bus mit Anhänger der Firma Göppel. Fazit: Aufgrund des hohen Kraftstoffverbrauches ist dessen Einsatz im Stadtverkehr nicht wirtschaftlich. Im Test überzeugt haben hingegen die knapp 21 Meter langen Mercedes CapaCity-Busse. Diese befördern fast die gleiche Anzahl an Fahrgästen, verbrauchen aber deutlich weniger Diesel.

Wer spricht die Haltestellennamen in den Bahnen und Bussen?

In unseren Bahnen eine Frau, in den Bussen ein Mann. So viel ist bekannt.

Conny Grotsch heißt die Dame, die unsere Bahnen zum Sprechen bringt. Bereits seit 1993 leiht sie ihre wohlklingende Stimme verschiedenen Verkehrsunternehmen in Deutschland und Österreich. Sie synchronisierte für die DEFA und hat ebenso Tonstudioerfahrungen für Hörspielproduktionen, Radiowerbung und als Untertextsprecherin beim MDR. Ihre eigentliche Passion ist aber das Schauspiel. Im Mittelsächsischen Theater Freiberg gehört sie zum festen Ensemble und übernimmt verschiedenste Rollen auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Die männlich-markante Stimme in unseren Bussen gehörte Hans-Dieter Leinhos, der am 3. August 2016 im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Mit feinem Spott und derbem Witz stand Hans-Dieter Leinhos seit den 1970er Jahren im Geraer Kabarett auf der Bühne und sammelte als Synchronsprecher für DDR-Filme Erfahrungen. Noch heute hallt seine unverwechselbare Stimme durch unsere Busse.

Alle Ansagen nimmt die Deister Informationstechnik GmbH im thüringischen Gera in einem eigens dafür eingerichteten Tonstudio auf. Anschließend werden die Aufnahmen an unsere Gruppe Fahr- und Dienstplanung als MP3-Dateien gesandt und dann in die Datenbank des Fahrzeugdatenversorgungsprogrammes eingelesen. Nun kommt es darauf an, was für Texte wir bestellt haben. Für Standardsituationen wie immer wiederkehrende Umleitungen, längerfristige Baumaßnahmen oder Hinweistexte bestellen wir gleich Ansagen, welche in kompletten Sätzen eingesprochen wurden. Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Einzelwörtern oder Wortgruppen als Textbausteine, welche wir dann mit unserem Datenversorgungsprogramm zu ganzen Sätzen zusammenstellen, sodass sich der gewünschte Text ergibt. Diesem können wir zusätzlich akustische Signale hinzufügen, welche ebenfalls als MP3-Dateien vorhanden sind. Als nächster Schritt werden nun die vorbereiteten Texte manuell den im Datenversorgungsprogramm vorhandenen Linienfahrwegen sowie den Haltestellen zugeordnet, an denen sie angesagt werden sollen. Diese Daten werden dann in regelmäßigen Abständen auf die Bordrechner der Fahrzeuge geladen.

Übrigens: In den Loschwitzer Bergbahnen übernimmt Radioredakteur Rocco Reichel die Information der Fahrgäste.

Warum haben die Dispatcher-Fahrzeuge der DVB kein Blaulicht?

Die Nutzung des Blaulichtes wird im § 52 der Straßenverkehrszulassungsordnung geregelt. Öffentliche Verkehrsbetriebe dürfen mit Blaulicht zum Beispiel bei einem Oberleitungsschaden fahren, da in diesem Fall Gefahr für Leib, Leben und Gesundheit besteht. Unsere Dispatcher würden für diese Blaulichtfahrt eine spezielle Ausbildung benötigen und sind überwiegend in nicht lebensgefährlichen Situationen im Einsatz. Aufwand und Zeitgewinn ständen daher nicht im Verhältnis.

Haltestellenausstattung

Wer ist für die Beräumung der Haltestellen im Winter zuständig?

Der Winterdienst im Bereich der Haltestellen ist durch die sogenannte „Winterdienst-Anliegersatzung“ der Landeshauptstadt Dresden geregelt. Wir als Dresdner Verkehrsbetriebe sind gemäß dieser Satzung ausschließlich für die Haltestelleninseln, die in der Regel zwischen den Fahrbahnen des Autoverkehrs liegen, winterdienstpflichtig. Andere Warteflächen, die sich im Bereich eines öffentlichen Gehweges befinden, sind durch den jeweiligen Anlieger winterdienstlich zu betreuen. Dazu gehört unter anderem das Beräumen und Abstumpfen der Gehwege auf einer Breite von 1,50 Metern, bedarfsweise auch breiter, einschließlich der Schaffung erforderlicher Durchgänge zum Bordsteinrand.

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass Grundstückseigentümer ihren Pflichten nicht oder nur unzureichend nachkommen, obwohl Verstöße gegen die Winterdienst-Anliegersatzung als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können. In diesen Fällen bemühen wir uns trotzdem, sobald es zeitlich und personell durchführbar ist, mit unseren eigenen Winterdiensteinsatzkräften Abhilfe zu schaffen. Dennoch ist es uns nicht möglich, alle circa 1.500 Haltestellen allein zu beräumen. Unser Hauptaugenmerk müssen wir im Winterdienst auf die Befahrbarkeit unserer rund 295 Kilometer Gleise und ca. 650 Weichen legen, damit wir Sie auch unter widrigen Bedingungen sicher ans Ziel bringen können.

TIPP: Die Haltestellen, bei denen die DVB für die Beräumung zuständig ist, sind durch einen Aushang, auf dem die jeweils beauftragte Firma ersichtlich ist, zu erkennen. Falls kein Aushang vorhanden ist, ist der jeweilige Anlieger zuständig. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte direkt an die Landeshauptstadt Dresden. Die Satzung finden Sie auf www.dresden.de/winterdienst.

Zu welchem Zweck werden Doppelhaltestellen eingerichtet? Wo halten die Fahrzeuge und was ist zu beachten?

An sogenannten Doppelhaltestellen dürfen zwei Fahrzeuge gleichzeitig halten, einen  Fahrgastwechsel durchführen und im Anschluss die Haltestelle unmittelbar hintereinander verlassen.

Doppelhaltestellen ermöglichen das planmäßige und zufällige Umsteigen, erhöhen aber darüber hinaus an Knotenpunkten mit Lichtzeichenanlagen auch die Durchlassfähigkeit für die öffentlichen Verkehrsmittel. Das zuerst eintreffende Verkehrsmittel hält im vorderen Bereich, das zweite Verkehrsmittel im hinteren Bereich der Doppelhaltestelle. Kann das hintere Verkehrsmittel nicht zusammen mit dem vorderen Verkehrsmittel abfahren, ist der Fahrer angehalten, auf ankommende Fahrgäste zu achten und diese noch einsteigen zu lassen. Hält der Zug im vorderen Bereich der  Haltestelle nochmals an, ist auch hier das Einsteigen möglich. Trotzdem kann es aufgrund der genannten Besonderheiten beim Fahrgast zu Irritationen führen, wenn er nicht weiß, wo genau „seine Bahn“ oder „sein Bus“ hält.

TIPP: Wir empfehlen, das Anhalten des gewünschten Verkehrsmittels in der Mitte der Doppelhaltestelle abzuwarten und sich an der „Dynamischen Fahrgastinformation“ hinsichtlich der Reihenfolge der  ankommenden Fahrzeuge zu orientieren, sofern die Haltestelle damit ausgestattet ist.

Wann wird „meine Haltestelle“ mit einer modernen Fahrgastinformations-Anzeige ausgestattet?

Die Fahrgastinformationsanzeigen an unseren Haltestellen zeigen in Echtzeit an, wann das nächste Verkehrsmittel einer Linie ankommt. Im Falle von Störungen oder Baumaßnahmen werden außerdem kurze Informationen als Lauftext angezeigt.

Unser langfristiges Ziel ist es, möglichst jede Haltestelle mit einer solchen „Dynamischen Fahrgastinformationsanzeige“ – kurz DFI – auszurüsten. Die Priorität liegt dabei bei unserem Straßenbahnnetz. Zum einen fahren fast 70 Prozent unserer Fahrgäste mit den Straßenbahnlinien. Zum anderen wirken sich infolge des vorhandenen „starren“ Fahrweges Verkehrsstörungen oft empfindlicher aus als im Busbetrieb. Entsprechend wichtiger sind hier genaue Kundeninformationen.

Ein weiterer Punkt ist, dass für fast alle Verkehrsanlagen im Straßenbahnnetz die Verantwortung in unseren Händen liegt. Dadurch besteht für uns, anders als beim Busbetrieb, eine längere Investitionssicherheit. Außerdem liegen bereits entlang fast aller Straßenbahntrassen die notwendigen Datenkabel zur Versorgung der DFIs mit Echtzeitinfos an. Dies macht es ungleich preiswerter eine Straßenbahnhaltestelle mit Fahrgastinformationsanzeigen auszurüsten, als eine abgelegene Bushaltestelle. Die Verantwortung für Bushaltestellen liegt hingegen beim Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden. Die vorbereitenden Arbeiten für die DFI-Ausrüstung einer Haltestelle sind demnach durch den städtischen Haushalt zu decken.

Die Hauptkosten für die Ausrüstung einer Haltestelle mit Dynamischen Fahrgastinformationsanzeige fallen durch die notwendigen Tiefbauarbeiten zur Kabelverlegung an. Aus diesem Grund sind wir bemüht, diese Arbeiten möglichst in ohnehin anstehenden Straßensanierungsarbeiten oder ähnlichem mit einzuordnen.

Wozu dienen die Platten zwischen Fahrdraht und Brücke bei Straßenbahnen, wie zum Beispiel unter der Brücke an der Haltestelle Hauptbahnhof?

Diese Platten nennen sich Brückenschutz. Sie werden zwischen der Oberleitung der Straßenbahn und der überquerenden Eisenbahnbrücke verbaut, damit sich im Havariefall kein Straßenbahnstrom in die elektrischen Leitungen der Eisenbahn verirrt. Gerade Signalanlagen der schweren Bahn werden oft noch mit Gleichstrom betrieben. Genau wie unsere leichte (Straßen-)Bahn. Zusätzliche Signalstörungen bei der Eisenbahn werden so vermieden.

Verhalten in Fahrzeugen und an Haltestellen 

Darf in Bahn und Bus gegessen und getrunken werden?

Grundsätzlich nicht. Zu groß ist die Geruchsbelästigung für andere Fahrgäste und die Gefahr, dass bei einer Bremsung das Essen oder das Getränk aus der Hand fällt und die Kleidung anderer Fahrgäste oder das Fahrzeuginnere verunreinigt. Noch unangenehmer wirkt sich das Verschütten von Heißgetränken, wie zum Beispiel Kaffee, aus. Dann können sogar Verbrühungen entstehen, die wir unseren Fahrgästen natürlich ersparen wollen. Bei einem kleinen Schluck Wasser aus einer verschließbaren Plastikflasche wird an heißen Tagen aber wohl kein Fahrer etwas sagen. Dieser hat nämlich das Hausrecht im Fahrzeug.

Wann betätige ich den Haltewunschtaster?

Gern halten unsere Bahnen und Busse an der Haltestelle, an der Sie aussteigen möchten. Wir müssen es nur rechtzeitig wissen.

Bitte zeigen Sie Ihren Haltewunsch in der Mitte zwischen zwei Haltestellen an. Nicht unmittelbar nach der Abfahrt und nicht erst, wenn die Bahn oder der Bus Ihre Haltestelle bereits erreicht hat. Denn unser Fahrpersonal darf an den Haltestellen durchfahren, wenn kein Haltewunsch betätigt wurde und kein Fahrgast im Haltebereich zu erkennen ist. So sparen wir Energie und wertvolle Sekunden und können eventuelle kleinere Verspätungen wieder abbauen. Überprüfen Sie bitte anhand der Bildschirme im Fahrgastraum, ob Ihr Haltewunsch registriert wurde. Nach dem Drücken der entsprechenden Taste erscheint der Schriftzug „Wagen hält“.

Nicht zu verwechseln ist der Haltewunschtaster mit der Sprechanlage. Über diese können sich Fahrgäste im Notfall mit dem Fahrer in Verbindung setzen. Teilweise befinden sich an einer Griffstange nun drei Taster: Ganz oben der Haltewunsch, in der Mitte der Sprechtaster und ganz unten der Rollstuhltaster. Letzterer verhindert das automatische Schließen der Fahrzeugtür. Bitte achten Sie darauf, dass Sie oder Ihre Kinder nur die Taster drücken, welche Sie auch wirklich brauchen. Denn unnötige Kontaktaufnahmen über die Sprechanlage mit dem Fahrer, versetzen diesen in Alarmbereitschaft. Er muss immer davon ausgehen, dass sich im Fahrgastraum etwas Außergewöhnliches ereignet. Einen triftigen Grund für die Nutzung der Sprechanlage haben beispielsweise Fahrgäste, die auf die ausklappbare Rampe an den noch nicht modernisierten Haltestellen im Dresdner Netz angewiesen sind. Durch die Beachtung dieser kleinen Verhaltensweisen rollen Sie und unser Fahrpersonal entspannt und pünktlich durch den Verkehr.

Was gilt es zu beachten, wenn man mit Kindern unterwegs ist?

Mit Kindern werden alltägliche Dinge, gewohnte Abläufe auf einmal neu und anders, auch der Alltag mit Bahn und Bus. Bitte beachten Sie dazu unsere Tipps und Antworten auf unserer Seite: Entdecken - Unterwegs mit Kindern.

Sie haben gesehen, wie Verkehrsmittel oder Anlagen der DVB beschädigt wurden?

Sagen Sie uns Bescheid. Denn leider passiert es immer wieder, dass wir Personen- oder Sachschäden mit teils hohen Schadensummen nicht erstattet bekommen, weil uns Hinweise zum Verursacher fehlen. Wenn Sie Zeuge werden, wie Mitarbeiter, Fahrgäste, Fahrzeuge oder Anlagen der DVB geschädigt werden, so melden Sie uns dies bitte. Nutzen Sie hierfür das Formular unter: https://www.dvb.de/de-de/meta/kontakt/kundenanliegen/.

Für Hinweise, die zur Feststellung eines Verursachers führen, zahlen wir eine Belohnung (in Abhängigkeit zur Schadenshöhe) von bis zu 2.500 €.

Wie verhalte ich mich in Notsituationen richtig?

Bewahren Sie in Notsituationen Ruhe und bitten Sie andere Fahrgäste und unser Fahrpersonal um Hilfe. In den meisten Straßenbahnen und allen S-Bahnen sind Sprechanlagen vorhanden. Drücken Sie den Knopf, um mit dem Fahrpersonal Kontakt aufzunehmen. Die Fahrerinnen und Fahrer sind mit unserer zentralen Leitstelle verbunden und können so schnell Unterstützung anfordern.

Die Sicherheitseinrichtungen in den Fahrzeugen finden Sie an den Türen. Wenn Sie die Notbremse betätigen, bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Im Türbereich befindet sich ein roter Notöffner. Bei Gebrauch lassen sich die Türen aufdrücken. Bitte betätigen Sie die Notbremse nur im Notfall.

Unsere Fahrzeuge verfügen über Kameras. Die Technik zeichnet das Geschehen in unserem Fahrzeuginnenraum auf und soll Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Die Aufzeichnungen sind nur 24 Stunden verfügbar. Bitte melden Sie einen Vorfall sofort. Nur dann wird die Aufzeichnung separat gespeichert und kann von der Polizei angefordert werden, wenn eine Anzeige vorliegt. Sind Sie selbst in einen Vorfall verwickelt oder haben Sie etwas beobachtet? Wenden Sie sich bitte sofort an den Fahrer oder an die Polizei unter Angabe der Uhrzeit und der Linie, in der sich den Vorfall ereignet hat. Bitte geben Sie nach Möglichkeit auch die Fahrzeugnummer an.

Ich möchte meinen Hund mitnehmen. Was muss ich dabei beachten?

Ihren Hund oder Ihr Haustier können Sie in Bahn und Bus selbstverständlich mitnehmen, sofern genug Platz im Fahrzeug ist. Das Betriebspersonal entscheidet, ob das Tier zur Beförderung zugelassen wird. Kleine Tiere in einem geeigneten Behälter dürfen kostenlos mitfahren. Für Hunde lösen Sie bitte ein Ticket (Fahrradtageskarte, Fahrradmonatskarte). Als Monatskarten- bzw. Abo-Monatskarteninhaber können Sie Ihren Hund innerhalb der ent­sprechen­den Tarifzone(n) unentgeltlich mitnehmen.

Bitte denken Sie daran, das Tier während der gesamten Fahrt zu beaufsichtigen. Außerdem müssen Hunde immer an einer kurzen Leine gehalten werden und einen Maul­korb tragen. Für Behindertenbegleithunde entfällt die Maulkorbpflicht. Tiere dürfen nicht auf Sitzplätzen untergebracht werden.

Neu ab 01.08.2019: Sollte der Hund keinen Maulkorb tragen, kostet das den Hundehalter eine Gebühr in Höhe von 20 Euro. Der Verkehrsverbund Oberelbe und seine Partner handhaben diese Regelung bis zum Jahresende 2019 kulant.

Ich möchte meinen E-Scooter mitnehmen. Was muss ich dabei beachten?

Seit dem 15. Juni 2019 sind Elektrokleinstfahrzeuge für den Straßenverkehr in Deutschland zugelassen. Dazu zählen vor allem elektrische Tretroller, die sogenannten E-Scooter.

Die Beförderung von Elektrokleinstfahrzeugen in Bahn und Bus ist grundsätzlich gestattet. Die Mitnahme ist kostenlos, wenn der E-Scooter im zusammengeklappten Zustand, ähnlich wie bei Klapprädern, mitgeführt wird. Größere oder nicht zusammenklappbare E-Scooter benötigen ein ermäßigtes Ticket der erforderlichen Preisstufe.

Eine Beförderung erfolgt nur bei entsprechender Platzkapazität. Die Entscheidung über die Mitnahme liegt beim Fahrpersonal. Bitte nehmen Sie Rücksicht und gewähren Sie mobilitätseingeschränkten Fahrgästen mit orthopädischen Hilfsmitteln und Fahrgästen mit Kinderwagen Vorrang. Selbstbalancierende Fahrzeuge mit und ohne Sitz sind von der Beförderung generell ausgeschlossen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.dresden.de.


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